Dienstag, 15. März 2022
Wenn
Als Philipp II von Makedonien sich mit seinem Heer Lakonien näherte, sandte er folgende Botschaft an die Hauptstadt: "Wenn ich euch besiegt habe, werden eure Häuser brennen, eure Städte in Flammen stehen und eure Frauen zu Witwen werden."
Die Spartaner antworteten:"Wenn."




Quelle: https://m.tagesspiegel.de/kultur/literatur/raymond-carvers-schreibstil-episch-oder-lakonisch/997024.html

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Sonntag, 6. März 2022
Bibernell
"Habt Mitleid mit den Männern dort unten, edler Albert", sagte er. "Ich weiß, sie trachten Euch und Eurer Familie nach dem Leben, aber viele von ihnen tun es nicht freiwillig. Osmunds Ritter haben sie von ihren Feldern und aus ihren Häusern hierher geschleppt. Woher sonst sollen all diese Soldaten kommen? Wahrscheinlich weiß nicht einmal die Hälfte von ihnen, warum Osmund Bibernell belagert."


Cornelia Funke - Igraine Ohnefurcht, S. 116

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Donnerstag, 24. Februar 2022
So this is it?


https://www.youtube.com/watch?v=qQkBeOisNM0

~ some nights, I wish that this all would end

~ So this is it? I sold my soul for this?
Washed my hands of that for this?
I miss my mom and dad for this?

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Mittwoch, 23. Februar 2022
.
Everybody wants to rule the world.

Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Lied noch einmal so aktuell sein würde.

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Donnerstag, 3. Februar 2022
Und alle Kunst will Ewigkeit
Und alle Kunst will Ewigkeit.
Muss ewig um sich bangen.

Ein Ausschnitt aus einem meiner Lieblingslieder, der mich gestern zum Nachdenken brachte. Will wirklich jede Kunst ewig bestehen?
Mir fällt kein gegenteiliges Beispiel ein.
Was ist mit meiner Kunst?
Ich bin ein ziemlich privater Mensch. Und auch introvertiert. Es liegt überhaupt nicht in meiner Natur, jemandem von meiner Kunst zu erzählen oder sie irgendwie öffentlich zu machen, geschweige denn auszuleben. Ich sage nicht, dass ich nie darüber nachgedacht habe, denn das habe ich. Sehr oft. Aber meine Kunst ist so privat. Es ist das innerste meiner Seele, meine tiefsten Emotionen und Gedanken. Und vor allem in einer Zeit, in der wir von Informationen überrollt werden, sehe ich Informationen über mich (und jede andere Person) als Privileg an, das man sich erarbeiten muss. Es ist eine Ehre jemanden auf einer so tiefen Ebene kennenzulernen. Ich weigere mich, alle Karten meiner Seele so auf den Tisch zu legen. Franzi und Ina sind die einzigen, die je Ausschnitte meiner Kunst lesen durften. Aber selbst diese Ausschnitte gehörten noch zu den oberflächlicheren. Das innerste meiner Seele habe ich noch nie jemandem gezeigt.
Und obwohl meine Natur diesbezüglich eher menschenscheu und beschützend ist, dachte ich darüber nach, was nach meinem Tod damit passieren würde.
Idealerweise altere ich sehr gesund und aktiv und schlafe irgendwann am Ende eines erfüllten Lebens glücklich und zufrieden ein. Ich wünsche mir ein solches Ende, aber wie realistisch ist es?
Mein Umfeld ist ähnlich gestrickt wie ich, privat und introvertiert. Niemand würde nach meinem Tod auf die Idee kommen, meine Kunst öffentlich zu machen - einfach weil sie so privat ist. Es wäre wahrscheinlich für alle eine Überraschung, würden sie die vielen zusammengefalteten Notizzettel finden, die ich so offensichtlich versteckte.
Das hieße, meine Kunst würde ungelesen bleiben. Unbetrachtet. Obwohl ich weiß, dass viele Menschen ähnlich fühlen wie ich. Ich verpacke es in Metaphern, verlinke verschiedene Werke zu einander. Würde es jemals jemand entschlüsseln können?
Emily Dickinsons Kunst wurde nach ihrem Tod von ihrem Bruder und dessen Frau (und ihrer mutmaßlichen Geliebten) veröffentlicht, wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt.
Es widerstrebt mir, wenn Menschen, die mir nicht nahe stehen, einen so tiefen Einblick in meine Seele bekommen. Aber nach meinem Tod interessiert es mich wohl nicht mehr.
Bezüglich des zweiten Zitats bin ich mir ziemlich sicher. Kunst muss ewig um sich bangen. Heutzutage vielleicht nicht so extrem wie früher (Stichwort Speichermöglichkeiten, Bücherverbrennungen, Kriege) - zumindest in Westeuropa. Aber eine Demokratie ist zerbrechlich und wir können nicht davon ausgehen, dass es für immer unverändert so weiter geht.

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Mittwoch, 26. Januar 2022
I hope you get everything you deserve, Karma's a bitch I heard
Enttäuschung kommt anscheinend von "Ende der Täuschung". Ist lange her, dass ich mich so in Menschen getäuscht habe. Eigentlich habe ich eine gute Menschenkenntnis und ich erkannte auch bei ihnen die roten Fahnen. Aber ich dachte nie, dass sie sich gegen mich wenden würden. Mit einer solch verbissenen Frustration. Anstatt es einfach gut sein zu lassen, machen sie immer weiter.
Ich war gestern so wütend, dass ich mit mir haderte, ob ich jemandem etwas Schlechtes wünsche. Zum ersten Mal dachte ich über Manifestation negativer Dinge nach. Obwohl es teilweise verlockend war, kam ich zu dem Schluss, dass es nicht mit meinen Werten übereinstimmt. Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes. Ich weiß, dass ich moralisch auf der richtigen Seite stehe und ich glaube nach wie vor an den Sieg des Guten. Ich versuche damit abzuschließen und Karma den Rest erledigen zu lassen, aber das ist nicht leicht, wenn die Person mich nicht in Frieden lässt.
Ich breche jeden Kontakt konsequent und resolut ab (zum ersten Mal bestätigte ich die "Blockieren"-Funktion), um ihnen keinen Zugriff mehr auf mich zu ermöglichen.
Was macht der sich selbst bemitleidende Antagonist?
Er schreibt mir eine E-Mail.
Zerr mich nicht in die Mitte des Gefechts.
Gott, ich will einfach nur in Frieden leben und weg von solchen Soziopathen.

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Sonntag, 23. Januar 2022
I need a man who's patient and kind


https://www.youtube.com/watch?v=Zm7RKSZCG5E

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Mittwoch, 19. Januar 2022
Don't call me baby I love it when you hate me
Gestern:
Ich denke mir in der Arbeit, dass ich passend zu "I go on too many dates" auf Dates gehen sollte.
Auch ich: Werde nach der Kirche angesprochen am Bahnsteig, als ich "imagine" von Ariana Grande hörte und nahm diesen Gedanken sofort zurück.

Heute:
Heute wurde mir wieder bewusst, dass ich erneut in der Vergangenheit lebe. Ein Gespräch mit Michella, das über Smalltalk hinaus ging. Nach der Arbeit konnte ich es erst nicht erwarten, nach Hause zu kommen. In mein sicheres Zimmer, meine absolute Komfortzone. Aber ich blieb nach der Lerngruppe länger und es hat sich so gelohnt. Wir haben über die Dinge geredet, die Leute in ihren 20ern machen sollten und die ich gerade überhaupt nicht mache: Neue Leute kennenlernen, Typen in der Bib anglühen, Typen daten, One-night-stands haben, feiern, das Abenteuer suchen. Sie tat all diese Sachen, während ich mit zu Hause in meinen Gedankenstrudeln verliere und dadurch weniger Vertrauen in die Menschen und in das Leben habe. Allein dieses kurze Gespräch holte mich aus meinem Schildkrötenpanzer heraus, verleihte mir Energie und Optimismus. Was natürlich auch an Ihrer positiven Art liegt.
Ich sollte mich überwinden. Ab und an in die Bib, wieder in die Mensa und mit verschiedenen Leuten Kaffee trinken zu gehen. Diese Hemmschwelle, die ich mir im Laufe der Pandemie angeeignet habe, ist leider immer noch da, auch wenn ich es nicht immer merke. Ich muss sie überwinden. Ich bin Anfang zwanzig, ich sollte nicht mit dem Gedankengut eines alten Menschen durch die Welt gehen.
Gott, es wird mich so an Überwindung kosten, nächste Woche die Bib zu betreten. Aber ich kann und sollte so nicht weiterleben. Wenn ich Veränderungen sehen will, muss ich selbst die Veränderung sein. Ich will Erinnerungen schaffen.

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