Dienstag, 13. November 2018
I hate to tell you I told you so
Können wir bitte festhalten, dass, wenn etwas nicht nach Plan verläuft, mein Vergangenheits-Ich meinem Zukunfts-Ich gesagt hat: "Ich hab's dir ja gesagt!"
Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass ich die Situation im Griff habe und die Oberhand behalte, aber dennoch ist mir bewusst, dass ich mich auf gefährlichem Terrain bewege.
Zwar hab ich keine Angst davor, verletzt zu werden. Aber ich will ihm nicht das geben, was er will.

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Freitag, 9. November 2018
Don't go look at me with that look in your eye
Seit ein paar Wochen frage ich mich, warum ich immer so anti bin, wenn ich mit Felix schreibe.
Ich glaube, langsam hab ich es raus gefunden. Ich will ihn von mir stoßen, weil ich das Gefühl habe, dass er mir zu nahe kommen will.
Ich meine, die Gerüchte, dass unsere Freundschaft von seiner Seite nicht so ganz platonisch ist, gibt es schon seit über einem Jahr. Aber seit Silvester letzten Jahres achte ich darauf, um zu sehen, ob vielleicht was an den Gerüchten dran sein könnte.
Silvester, im Club, Felix war sehr betrunken und sehr schlecht drauf: Ich war sauer auf ihn, weil er mir die ganze Zeit ins Gesicht gefasst hat und ich es absolut hasse, wenn mir jemand ins Gesicht fasst. Ich hab ihn daraufhin etwas gemieden, bis Naomi zu mir kam und meinte, ich soll ihn wieder beachten, weil er immer aggressiver wird und auf dem Weg aus dem Club fast eine Schlägerei angefangen hätte. Dazu muss man sagen, dass Felix sonst ein sehr zurückgelehnter und entspannter Typ ist. Er rastet eigentlich nur aus, wenn er Alkohol trinkt.
Also hab ich ihm daraufhin wieder ein wenig mehr Aufmerksamkeit geschenkt, aber so wirklich besser wurde es nicht. Er hat mich die ganze Zeit auf der Tanzfläche hochgehoben und herumgetragen, als ob ich sein Eigentum wäre.
Da er wirklich einiges getrunken hat, hab ich darüber hinweggesehen.
Im letzten Winter haben wir Vroni in der Stadt besucht, in der sie studiert. Wir waren dort auch feiern. Ich sagte irgendwas von einem Typen, der mir auffiel, der sich dann aber als schwul herausgestellt hatte. Felix wirkte sehr überrumpelt, als ich das sagte. Vielleicht intepretier ich aber auch über.
Im Januar rastete er aus, weil er das mit Lukas rausfand. Das Problem war: er fand es vorm Club raus und war auch dort wieder gut angetrunken. Er hat mir einige echt unschöne Sachen an den Kopf geworfen und ich hab mich auf dieser Parkbank gefühlt, wie eine Freundin, die ihrem Freund beichtet, dass sie ihn betrogen hat. Alle anderen Leute um uns dachten das wahrscheinlich auch. Er war ein paar Tage echt richtig sauer (teilweise auch mit der Tendenz eines Mädchens), dann trafen wir uns und sprachen uns aus. Er räumte ein, dass er etwas überreagiert hat, aber ich glaube so ganz hat er mir das bis heute nicht verziehen. Ich zwar zwiegespalten. Ich verstand ihn. Ich würde es auch nicht cool finden, wenn Freunde von mir was miteinander angefangen würden, weil man wählen muss, wenn es Stress gibt. Andererseits verstand ich auch meine Freunde, die sagten, dass er absolut kein Recht darauf hatte, sauer zu sein, weil er nicht mein Freund ist. Er hat kein Recht mir vorzuschreiben, mit wem ich etwas haben darf und mit wem nicht. Allerdings muss ich hier auch dazu sagen, dass er Lukas gut kennt und vielleicht aufgrund seines Beschützerinstikts ausgerastet ist. Lukas ist nicht unbedingt ein Typ, dem man nahe sein sollte.
Im Frühling trafen wir uns mit Addi zum Essen und redeten viel. Addi erzählte uns einmal wieder von seiner ehemaligen besten Freundin (und meiner), die sich an ihn rangemacht hat und ihm kurz darauf einen Korb gegeben hat und wieder mit ihrem Ex zusammen gekommen ist.
Addi:"Ich verstehe auch nicht, warum Mädels diese Freundschaften zwischen Mädchen und Jungs so naiv sehen. Das funktioniert nie. Früher oder später kriegt einer Gefühle."
Felix:"Man muss halt abwägen, was einem wichtiger ist. Die Freundschaft oder das andere."
War eine unangenehme Situation.
Wenn wir feiern sind hat er grundsätzlich was gegen die Typen mit denen ich tanze. Vor allem an meinem Geburtstag. Die ganze Zeit meinte er, der Typ wäre so ein Spast und hat das auch meinen ganzen anderen Freunden, die dabei waren gesagt, so dass sie sich von ihm anstecken ließen. Ich mein, der Typ war kein Schnucki aber er war jetzt auch kein totaler Psychopath. Und ich wollte ja auch überhaupt nicht von dem. Ich wollte einfach nur tanzen und eine gute Zeit haben.
Am selben Abend auf dem Nachhauseweg hörte er Musik und sagte irgendwas von Felix Kruell. Ich sagte ihm, er sollte mal "36 km/h" anmachen.
Ich sang voller Enthusiasmus die Zeile "Sie will keinen Macker in 'nem Porsche, sie will einen Macker in 'nem Golf" mit.
Er:"Ich fahr einen Golf!"
Wie gesagt, es kann absolut sein, dass ich das ganze total überinterpretiere und sein Beschützerinstinkt nur manchmal mit ihm durchgeht.
Aber ich habe das Gefühl, dass er sich immer so hinstellt, als wäre er genau der Mann, den ich suche. Was lächerlich ist, weil ich keinen Mann suche. Aber es nervt mich unterbewusst. Und um ihn diesbezüglich zu stoppen, konter ich, teile aus und gebe nur kontra. Was irgendwie nicht cool ist. Wenn wir schreiben diskutieren wir eigentlich nur - was ja schön ist - aber sobald es wieder eine komische Richtung einschlägt, bin ich genervt.
Ich werde nichts dagegen unternehmen. Es sind nur bloße Vermutungen und selbst wenn es stimmt, würde er es nie zugeben. Ich sollte ihn wahrscheinlich nicht so sehr von mir stoßen, aber ich fühle mich so eingeengt. Er hat mir zum Geburtstag ein schönes Armband geschenkt und als ich es das erste Mal anprobierte, musste ich es sofort wieder runternehmen, weil es sich plötzlich anfühlte, wie ein Ehering. Eine Kette, die mich einengt.
Wenn man mich in die Ecke drängt, stoße ich ihn so weit zurück, bis ich wieder frei bin.
Ich hoffe nur, es eskaliert nicht irgendwann mal.

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Donnerstag, 8. November 2018
Baby let the games begin
Here we go.

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Mittwoch, 31. Oktober 2018
Lebensweisheit eines 92-Jährigen ♥


Leben und leben lassen.
Egal, ob jemand mehr Geld hat, ob er etwas geerbt hat oder ob er es verdient hat.
Auf sich selbst schauen.
Sich die Welt anschauen, solange man noch jung ist.



"Ja, schau dir die Welt an."

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Lines I feel
She'll make you curse, but she a Blessing

'Cause for every lie I tell them, they tell me three
This is how the world works
Now all he thinks about is me

She's poison but tasty

She'll kiss your neck with no emotions
When she's mean, you know you love it

So every time you drink that red, you remember my taste
As sweet as on the night we met

She'll make you take her to the Club
but then she leaves with her friends
She likes to stay late at the Party
'cause the fun never ends

I don't ever wanna be your girlfriend at the time

You gotta leave before you get left

Sorry, Baby, had to put you in your place

She's so mean but I gotta love it

I wish you the best, I hope that she can fix you

Now watch you watching me walk out the door

Started at the top and now you at the bottom

Leave you wanting more

She won't ever get enough once she gets a Little touch

If I were you I'd do me too

Rule number one is that you gotta have fun

Boys, they like the look of danger

I can be all the Things you told me not to be

Kiss him goodbye at the door and leave him wanting more

I feel it after midnight

I do what they say I can't

When I look in the mirror
I see it clearer
why you wanna be nearer

Know your place

But Boy, you're only a child

Now I'm out here wearing something low-cut

I'm a daughter and a sister

And I'm drowning in the freedom

Sometimes I just wanna kiss Girls

It's only natural but why did it have to be me?

Wish he never looked at me that way

You told me you needed a perfect guy that would make your parents proud

She's gone tomorrow

Runaway, Baby

Don't wanna do more then hook up

They're just Girls, breaking hearts

Don't take it personal

Stop trying to get inside my head

I don't care, 'cause Baby there's nobody home
Nobody's home

You heard that I was Trouble but you couldn't resist

Don't tell 'em

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Samstag, 27. Oktober 2018
We could rock the world tonight, but no, it doesn't have to be love
Seit ein paar Tagen denke ich über eine Sache nach, die ich vielleicht bald entscheiden muss.
Ob es huntertprozentig eintritt, ist noch nicht sicher. Ich habe diese Entscheidung bewusst der anderen Partei überlassen. Den Informationen einer Freundin nach, wird es dazu kommen. Und typisch ich, die immer einen Plan A, B und C haben muss, denke ich natürlich jetzt schon darüber nach.
Soll ich oder soll ich nicht?
Früher, ehrlich gesagt bis vor zwei Monaten, war ich mir nie sicher, ob ich überhaupt der Typ dafür wäre, da ich eine eher misstrauische und paranoide Person bin.
Dann gab es dieses Ereignis und ich war überrascht von mir selbst, wie schnell man in so was hineingeraten konnte, aber auch, wie selbstsicher ich mit der Situation umging. Vermutlich lag es am Alkohol.
Dagegen spricht, dass einem - vor allem als Frau - eher immer davon abgeraten wird, weil man sich auf gefährlichem Terrain bewegt und Frauen ja eher dazu tendieren, nach einer gewissen Zeit Gefühle zu entwickeln. Ich hab es ja selbst an Julia miterlebt, als wir an ihrem Geburtstag auf den Hügeln über der Stadt saßen, picknickten und sie uns von ihrer traurigen Nacht erzählte. Wie es dazu kam? Sie wollte es nicht, aber schlussendlich hatte sie doch Erwartungen. Insgeheime Wünsche, dass daraus vielleicht doch mehr werden könnte, dass er sich an ihren Geburtstag erinnert und ihr womöglich sogar ein Geschenk macht. Das war auch nicht der Erste, für den Julia nach einer Weile Gefühle entwickelte. Sind Frauen wirklich so anfällig dafür?
Dennoch hat Julia mir eine solche Situation stets empfohlen und ich schwankte zwischen Bewunderung für die Vorteile, die sie davon hatte und leichter Skepsis, wohin sie das Ganze führen würde, wenn sie ihre Gefühle nicht im Zaum hatte.
Auch Naomi war in einer solchen Situation - mehrmals - und sie wollte immer unbedingt, dass ich mein Singleleben in dieser Art und Weise auslebe. Für sie war die Situation sehr entspannt und unkompliziert, bis sie eine Dummheit machte und ihre Tage nicht bekam. Es stellte sich zwar dann heraus, dass sie glücklicherweise nicht schwanger war, aber dennoch war sie so verletzt von seinem Verhalten, dass sie den Kontakt abbrach. Aber selbst danach war sie noch ein Befürworter einer solchen Situation generell.
Auf der anderen Seite hab ich viele Freundinnen, die mir versichern, dass sie niemals der Typ dafür wären. Was ich auch verstehen kann.
Und ich bin zwischen beidem hin- und hergerissen.
Vor ein paar Tagen war ich eher noch dagegen.
Dann hab ich ein Video einer meiner Lieblingsyoutuberinnen gesehen und fing an darüber nachzudenken. Wenn ich es wollte, warum sollte ich nicht?
Es wäre auf jeden Fall eine interessante Erfahrung und vielleicht auch etwas, was ich machen will, bevor ich mich (falls ich es jemals sollte) binde. Die richtige Zeit dafür wäre genau jetzt. Ich will doch Erinnerungen schaffen und mein Single-Dasein genießen.
Außerdem hab ich einige Vorteile: Ich weiß, dass er weiß, was er machen muss. Ich weiß, dass er kein Psychopath ist. Und ich weiß, dass er locker und entspannt ist.
Aber die wichtigste Frage ist: Wie werde ich mit der Situation umgehen können?
Grundsätzlich bin ich sehr zuversichtlich, dass ich die Situation und den Muchacho handeln kann, solange ich die Oberhand behalte.
Was kann ich dafür tun?
Viel Alkohol.
Wenig zurückschreiben.
Wenig Information über mich teilen.
So viel ich wissen muss, über ihn rausfinden und es im Zweifel, falls es brenzlig werden sollte, gegen ihn verwenden.
Ihn so freundschaftlich wie möglich behandeln.
Wenig Kontakt haben.
Viel lernen, um nicht Zuviel darüber nachzudenken.
Einen zweiten oder dritten Nagellack finden.
Mich daran erinnern, dass ich eine Rolle spiele.
Mir meines Körpers und meiner Selbstliebe bewusst sein.
Provozieren, austeilen und keinen Halt vor Gemeinheiten machen.
Ihn auf andere Ladies aufmerksam machen.
Seinem Blick standhalten.
Kalt bleiben.
Nicht über Schwächen reden und auch keine zeigen.
Ihn warten lassen.
Ihm - metaphorisch gesprochen - Brotkrumen hinwerfen.
Spaß haben.
Mir bewusst machen, dass er nur Mittel zum Zweck ist.
Nicht bei ihm übernachten.
Ihn wenn nur abends treffen.
Nicht ernst sein.
Die Macht einer Frau spüren und ihn in die Knie zwingen.
Wir werden sehen. Er hat erst mal das Zepter in der Hand um Schicksal zu spielen.

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Donnerstag, 25. Oktober 2018
Never trust a guy
Never trust a guy that doesn't like to fish, can't shoot a gun or won't shake yo0ur daddy's Hand.

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The person I've become
I love the person I've become, because I fought to become her.

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Looking for angels inside of demons
The only downfall of having a good heart is that you're constantly looking for angels inside of demons.
And they wonder why the good know so much pain.

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The night is more alive
I often think that the night is more alive and more richly colored than the day. - Vincent van Gogh

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Gained peace
Lost you.
Gained peace.

- r.h. Sin

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The one who smiled
Better to be the one who smiled than the one who didn't smile back.

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I was a fire
I will never understand why you Held me if you were afraid of warmth.
You sould have known I was a fire.

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Wild woman
Brave is the man who loves a wild woman. - Jonny Ox

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A woman is dangerous
A woman is dangerous when she is armed with Beauty and a sense of Humor, as she becomes irresistibly addictive. - Alfredo Cano

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Bad ideas
You're a bad idea, but I like bad ideas.

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Set herself free
She realized None of it was real and set herself free.

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I was good
Even if you hear a bad Story about me, understand, there was a time I was good to those people, but they won't tell you that.

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Want yourself first
Even in a room of people, want yourself first.

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Difficult people
Be thankful for the diffucult people in your life, for they have shown you who you do not want to be.

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Painter
If a painter or a poet falls in love with you you can never die.

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Stubborn heart
Magic happens when you don't give up, even though you want to.
The universe always falls in love with a stubborn heart.

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Weiblich
Schwester, Schulter, Tochter, Liebende
Heilerin, gebrochener Heiligenschein, Mutter Natur
Feuer, Rüstung, Überlebenskünstlerin, Weihwasser
Geheimnisträgerin, Geschichtenerzählerin
Jungfrau Maria, der scharlachrote Buchstabe
Farbfilm, wilder Fluss
Kleines Mädchen, Frau, Kind
Weiblich.

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She's poison but tasty
In letzter Zeit denke ich oft darüber nach, dass manche Personen Gift für einen sind.
Aber wir sind genau so gut Gift für andere Personen. Es sind nicht immer die anderen, die uns schlecht behandeln, Dämonen hervorrufen und Vertrauensprobleme erzeugen. Es sind auch wir.
Wenn man jemand Neuen kennenlernt, eine Vertrauensbasis schafft und die zwischenmenschliche Beziehung vertieft, kommt man früher oder später darauf zu sprechen, was einen geprägt hat. Und nennen wir nicht fast immer Personen, die uns schlecht behandelt/belogen/hintergangen haben?
Was hat mich geprägt?
Definitiv meine Schulzeit.
Ich hatte sehr schöne aber auch sehr schwierige Schuljahre.
Ein Punkt meines Lebens, der einen eindeutigen Charakterzug schuf, war der Wendepunkt (wo ich gerade noch die Kurve gekriegt habe) indem ich für mich selbst beschloss, dass oberflächliche Dinge wie Geld, Marken, Autos, Aussehen egal sind.
Für manche mag eine solche Ansicht selbstverständlich sein. Auch ich wurde überaus bodenständig erzogen. Aber ich ging auf eine Schule zusammen mit den Töchtern und Söhnen von Schauspielern, Politikern, reichen Unternehmern und Chefs von weltweit bekannten Konzernen. Und diese Kids - zumindest die meisten - sind abgefuckt. Ich mache ihnen keine Vorwürfe, sie können einem eigentlich nur leid tun. Aber in der Pubertät, wenn sich der Charakter gerade erst formt, ist es äußerst schwierig zwischen den ganzen luxuriösen und oberflächlichen Einflüssen bodenständig zu bleiben.
Aufgrund dieses Wendepunkts beeindruckt mich heute gar nichts mehr, was Materielles angeht. Natürlich hab ich einen Sinn für Ästhetik und wie fast jeder Mensch liebe auch ich schöne Dinge. Aber es ist nichts, womit man sich einen Weg zu mir bahnen könnte. Im Gegenteil. Wenn ein Typ meint, mit einem krassen Auto angeben zu müssen (das in den meisten Fällen von Mummy und Daddy gesponsort wurde) ekelt mich das eher an. Wenn du nichts hast außer dein Auto, mit dem du prahlen kannst, wie flach ist dann dein Charakter?
Was mich auch geprägt hat war die Phase, in der ich mich selbst hasste. Und das Wort Hass ist in diesem Fall nicht übertrieben. Das Wort Depressionen wird meiner Meinung nach oft viel zu schnell verwendet, aber ich würde sagen, dass ich nur ganz knapp an Depressionen vorbeigeschrammt bin.
Ausgelöst wurde dieser Selbsthass durch viele Veränderungen bezüglich meiner - jahrelangen - Freundschaften. Ich war viel zu jung, um zu sehen, dass man auf diese Menschen getrost verzichten kann und dass solche Veränderungen zum Leben gehören.
Heute schau ich Fotos an und frag mich, wie ich mich jemals so hassen konnte? Das ist eigentlich eine Sünde.
Nach dem Tief kam natürlich das Hoch, das mich mir selbst Stück für Stück, unter harter Arbeit und mit einigen Rückschlägen selbst erarbeitete. Ich liebte mich selbst. Und das war das Beste, was mir je passieren konnte. Ich war glücklich. Unabhängig von anderen Menschen. Ich liebte mich mit all meinen verrückten Seiten. Die Liebe zu sich selbst wird so unterschätzt und auch viel zu wenig gefördert.
Natürlich ging es nicht nur bergauf. Auf der Afterparty unserer Abifeier, stand ich an der Brüstung, blickte auf den dunklen See hinaus und fühlte mich als wäre ich ohne jeglichen Zukunftsplan aus der Schule herausgeschubst worden. Und wieder wurde mir eine mangelnde Selbstakzeptanz zum Verhängnis. Aufgrund meiner ganzen unterschiedlichen, sich widersprechenden Gegensätze wusste ich nicht wohin ich gehöre. "Figure me out" - The Sumemr Set hat es perfekt beschrieben. Ich fühlte mich, als würde ich in keine Schublade passen, obwohl ich in eine gesteckt werden müsste. Nein, muss ich nicht. Ich wusste zwar, was ich mochte und was nicht. Ich hatte einen ungefähren Zukunftsplan, aber ich wollte auch keine willkürlichen Entscheidungen treffen, bei denen ich mir nicht sicher war. Hier ging es um meine Zukunft. Jede Entscheidung würde bedeutend sein.
Ich wollte ursprünglich eine Pause machen nach dem Abi. Die klassische Selbstfindungsphase mit Reisen.
Aber am letzten Anmeldetag der Uni, zwei/drei Stunden bevor die Anmeldung vorbei war, meldete ich mich doch noch an. Ich hatte damit gerechnet, Wartesemester sammeln zu müssen, weil diese Uni zu den weltweit Besten gehört und sehr beliebt ist. Ich hätte nie mit einer Annahme gerechnet. Aber sie kam. Und ich war so froh, dass ich gleich angefangen habe zu studieren, anstatt weiter Zeit zu verschwenden. Selbst wenn es mir nicht gefallen hätte, wollte ich es ausprobieren. Und es hat mir gefallen. Es gefällt mir immer noch. Ich liebe es. Ich liebe Menschen, die für das Richtige kämpfen. Ich liebe Menschen, die für das Recht kämpfen.
Wir nehmen so vieles immer selbstverständlich und haben so viel zu meckern. Aber in den ersten Vorlesungen wurde mir wirklich bewusst, wieviel Glück wir in unserem Land haben. Natürlich gibt es immer was zu verbessern, aber bezüglich der Grundsätze und -prinzipien sind wir wirklich gut aufgebaut.
Was hat mich noch geprägt?
Ereignisse, die so unerwartet passierten und die ich auch niemals in meinem Kreis erwartet hätte. Es war hart. Das ist es manchmal immer noch. Manchmal versteh ich es nicht. Manchmal bin ich wütend. Verletzt. Traurig.
Und trotzdem bin ich dankbar dafür, dass ich von solchen Ereignissen verschont wurde, als ich noch in meiner Selbsthassphase war. Denn ich wüsste nicht, wie ich da sonst wieder rausgekommen wäre.
Natürlich hat mich die Trennung auch geprägt, ich würde lügen, wenn es nicht so wäre. Aber auf positive Weise. Ich hab viel über mich selbst gelernt.
Und nach einer längeren Zeit lernte ich wieder mich selbst zu lieben. Mit Haut und Haaren, Seele und Mentalität.
Es ist also möglich zu erzählen, was einen geprägt hat, ohne schlecht über andere Menschen zu reden. Wir waren bestimmt auch prägend für andere Menschen. Ich bin mir beispielsweise ziemlich sicher, dass ich Gift für Hendrik bin/war. Vielleicht bin ich es auch in irgendeiner Weise für Felix. Genau weiß man es nie. Tatsache ist, ich bin nicht absichtlich Gift für diese Menschen. Umgekehrt waren viele Menschen auch nicht absichtlich Gift für mich. Wir müssen uns einfach bewusst werden, wieviel Selbstwert und -würde wir besitzen und dann entscheiden, ob wir mit solchen Menschen interagieren wollen oder nicht. Und es dauerte lange, bis ich nur den Ansatz eines Selbstwertes erkannte. Zuvor suchte ich die Schuld stets bei mir.
Aber die Geburt deiner Selbstliebe ist das Ende giftiger Beziehungen.

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Montag, 22. Oktober 2018
But you had to go and play with fire
Das Ding mit dem Feuer spielen. Ich weiß, es ist gefährlich und wird mich abfucken. Aber es reizt mich so sehr.
Ich muss die Kontrolle behalten. Mir vor Augen halten, wer ich bin und was ich will. Meine Stärken.
Die Schwächen des Gegners erkennen und ausnutzen. Ihn soweit es geht von dir zu stoßen. So wenig Informationen über dich zu äußern wie nur möglich. Ich bin kein Fan von Lügen - aber wenn es nicht anders geht? Nein, ich werde wahrscheinlich nicht lügen.
Was mich daran erinnert hat?
"She'll kiss your neck with no Emotion."
Ich habe seinen Hals schon einmal ohne jegliche Emotion geküsst. Ich hatte die Oberhand.
Ich spiele nur eine Rolle.
Ich schwanke dazwischen, dass es mich reizen würde, ihn wieder zu sehen und dass ich hoffe, dass er mir NICHT schreibt. Weil ich genau weiß, dass ich das momentan nicht gebrauchen kann.
Andererseits: Er wäre der erste würdige Gegner.
Es ist immer leicht irgendwelchen Kerlen zu widerstehen, weil sie keine Ahnung von Frauen haben und weil ich kein Interesse an ihnen habe. Nicht dass ich Interesse an ihm hätte. Aber der Muchacho weiß sehr wohl wie man mit Frauen umgeht. Und wenn es so starke und selbstbewusste Frauen wie Julia fast zerlegt hätte - was passiert mit mir?
Ich behalte die Oberhand und bleibe kalt. Falls es dazu kommen sollte, dass ich mit dem Feuer spiele.

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Dienstag, 16. Oktober 2018
I look so good without you
Das mag melodramatisch klingen, aber: Ich bin alleine besser dran.
Ich bin ein besserer Mensch, wenn ich Single bin. Glücklicher, selbstbewusster, offener, kreativer, ausgeglichener, extrovertierter, liebender, herzlicher, leidenschaftlicher, naturverbundener, temperamentvoller, tierlieber.
Ich lache viel mehr. Ich lerne so viele neue Leute kennen. Ich bin selbstbewusster in der Uni. Ich gehe mit einer positiven Einstellung durch das Leben. Ich konzentriere mich mehr auf die Liebe zu meinen Liebsten. Ich schreibe mehr. Ich gebe kontra und es ist mir egal, was irgendjemand darüber denkt. Ich provoziere. Ich war immer jemand, der Tiere sehr geliebt hat, aber alleine ist diese Tierliebe noch intensiver.
Ich liebe mich selbst. Klar, es gibt selbstbewusstere und weniger selbstbewusstere Tage, aber ich fühle, wie sich die Liebe zu mir selbst wieder aufbaut. Ich tendiere momentan dazu ein kleines Hippie-Mindset zu haben. Ich war früher immer sehr selbstkritisch, wenn es um meinen Körper ging. Jetzt liebe ich ihn so wie er ist. So wie Gott ihn geschaffen hat, ohne Plastik, Silikon, Hyaluron oder falschen Haaren. Nicht, dass ich das an Anderen verurteile. Jedem das Seine. Ich finde auch, dass das bei vielen richtig gut aussieht und solange sich die Menschen wohl fühlen, sollen sie es doch machen. Aber für mich ist das nichts. Mein Körper ist alles Andere als perfekt, aber wie könnte ich ihn nicht lieben? Ich habe zwei gesunde Beine, die mich überall hintragen. Zwei Arme, in die ich meine Liebsten schließen kann. Zwei Augen um die Schönheit dieser Welt zu sehen. Zwei Ohren um die Musik zu hören. Eine Stimme, um meine Meinung zu sagen. Und Lippen, um lächeln zu können. Wie viele Menschen sind mit weniger gesegnet? Und welches Recht hätte ich dazu unglücklich mit diesen Geschenken zu sein, deren Wert man im Alltag so oft vergisst?
Das klingt für einige bestimmt sehr esoterisch - und ich werde bestimmt auch Phasen habe, wo ich mir das noch einmal durchlese und mir denke:"Wtf, was hat mich denn da geritten?" Aber ich finde, es ist eine positive Einstellung und was wäre eine Leben mit einer negativen Einstellung?
Ich bin ausgeglichener. Im Gleichgewicht mit mir selbst.
Ein ganz wichtiger Punkt ist auch: Meine Dämonen sind weg. Als ich es letztes Jahr erfahren habe und Wahnsinn für mich eine neue Bedeutung bekommen hat, stand ich wirklich auf Messers Schneide. Es hat ein Bruchteil gefehlt und ich wäre auf die schlechte Seite gekippt und meine Dämonen hätten mich überrannt. Aber irgendwas in mir, ein letzter Funke Stärke zog mich auf die gute Seite. Ich dachte:"Wenn du es jetzt an dein Herz lässt, schaffst du neue Dämonen." Also tat ich es nicht. Und wie auf einen Schlag waren meine alten Dämonen ebenfalls verschwunden. Die Dämonen, die mich jahrelang hartnäckig begleiteten und bei denen ich dachte, sie würden einfach zu mir gehören und ein Leben lang da sein. Falsch. Mein wahrscheinlich größter Dämon war der, dass ich keine Menschen an mich ranlassen konnte, weil sie einen doch immer verletzen und verlassen. Jetzt denke ich: Es ist egal. Sie können mich verletzen, das macht nichts. Ich werde lernen und stärker werden. Am wichtigsten ist aber zu wissen, dass Menschen - die nicht mein Blut sind - mich zwar verletzen, aber nie zerstören können. Diese Macht haben sie nicht über mich. Aber wenn sie versuchen, mich zu zerstören, dann wird ich sauer. :D
Es ist auch vollkommen okay, dass Menschen einen verlassen. Nicht jeder ist dafür gemacht, dein Leben lang an deiner Seite zu bleiben. Und ich bin dankbar für all die Freundschaften, die mich nur ein paar Jahre begleitet haben. Wir hatten viele schöne Erinnerungen, wir haben einiges zusammen durchgemacht und waren für einander da. Und auch wenn es manchmal nicht so schön auseinander geht, wünsche ich trotzdem allen nur das Beste. Wir haben alle Glück verdient.
Ein Punkt, der vielleicht etwas oberflächlich ist, aber: ich trage weniger Make-up. Vor einem Jahr habe ich für meine Verhältnisse relativ viel Make-up getragen, weil ich mich nicht ganz so wohl fühlte und nicht im Einklang mit mir selbst war. Das lag natürlich auch daran, dass ich mich selbst erst wieder finden musste. Aber nie wäre ich auf die Idee gekommen, ohne Concealer in die Uni zu gehen. Heute: Tagescreme, etwas Puder, Wimperntusche, fertig. Klar, zum Feiern leg ich auch mal mehr auf, aber im Alltag hab ich es ziemlich heruntergeschraubt. Und es fühlt sich gut an. Was wahrscheinlich auch ein bisschen mit diesem Hippie-Mindset zusammenhängt.
Ich bin wilder. Neugieriger. Abenteuerlustiger. Aktiver.
Kommen wir zum Punkt der Kreativität. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich was Kreativität angeht echt einen Tiefpunkt erreicht. Ich schrieb so gut wie gar nichts mehr. Vielleicht weil ich keine Anreize hatte. Aber sobald ich frei war kam die Kreativität mit einem Schlag zurück. Und es sind Dinge dabei rausgekommen, die zu meinen Lieblingen gehören. Ideen, die ich irgendwann niederschreiben werde und bis dahin noch in meinem Kopf weiterspinnen werde. Metaphern, die vielleicht nur ich verstehe, was nichts macht, weil ich die Einzige bin, die sie lesen wird. Ich fühle mich besser, wenn ich kreativ bin. Mehr wie ich selbst
Ich erweitere meinen Horizont. Ich bin wissensbegieriger. Interessierter an so vielen Themen, die mich davor nicht interessiert haben.
Ich bin heimatliebender. Ich war immer sehr heimatverbunden, aber letztens ist mir klar geworden, dass ich nie woanders leben könnte.
Ich bin lebensfroher. Ich bin netter. Ich bin freier. Ich bin charakterlich komplexer.
Ich bin ein besserer Mensch, wenn ich Single bin. Das ist natürlich sehr subjektiv, aber mir wurde tatsächlich auch von einigen Freunden gesagt, dass ich glücklicher alleine bin. Und das bin ich.
Ich würde nie eine Beziehung eingehen, die mich nicht zu einem noch besseren Menschen machen würde. Und das ist echt schwer. Nicht, weil ich so perfekt bin - im Gegenteil. Aber weil es schwierig ist, jemanden zu treffen, der - ohne manipulativ zu sein - so eine positive Auswirkung auf dich hat, wodurch du ein besserer Mensch wirst. Wenn ich ehrlich bin kenn ich in meinem Umfeld niemanden, der seit er in einer Beziehung ist, ein besserer Mensch geworden ist. Außer vielleicht Franzi.
In der griechischen Mythologie gibt es eine Denkensweise, die ich sehr interessant finde: Der Mensch hat von allen wichtigen Dingen zwei Stück: Arme, Beine, Ohren, Augen etc. Aber er hat nur eine Seele. Diese Mythologie besagt, dass Menschen eigentlich ursprünglich zwei Seelen hatten, diese aber getrennt wurden. Das heißt, der Mensch, der dich zu einem besseren Menschen macht, besitzt den zweiten Teil deiner Seele. So bekommt das Wort 'Seelenverwandter' eine ganz neue Bedeutung. Ich glaube an Seelenverwandtschaft. Aber ich glaube auch, dass es in einigen Fällen - wie meinen - sehr schwierig, wenn nicht sogar fast unmöglich ist. Aber das ist okay.
Ich bin ein guter Mensch - alleine.

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