Dienstag, 15. Januar 2019
Can't tell the joker from the queen of hearts
Die erste Woche in meiner Wohnung war tatsächlich richtig gut.
Ich habe irgendwie damit gerechnet, dass mir diese Ruhe zu viel wird, aber das ist nicht passiert.
Aber natürlich hab ich mich sehr auf zu Hause gefreut. Mein Herz war am Wochenende bis zum Anschlag mit Liebe erfüllt. Mir wurde so sehr bewusst, wie sehr ich liebe. Und wie sehr ich geliebt werde. Man sollte sich das wirklich öfter vor Augen halten.
Am Montag Morgen bin ich wieder in die Wohnung. Ich denke jedes Mal, dass mein Gepäck weniger werden müsste, aber irgendwie haben der Reißverschluss vom Koffer und ich jedes Mal wieder einen Kampf. :D
Ich hab tagsüber in der Wohnung gelernt, gegen Abend bin ich in die Uni, weil ich noch eine Vorlesung hatte.
Ich war irgendwie nicht so gut drauf, weil ich Probleme damit hatte, mich an diesem Tag selbst zu lieben. Jeder Tag, an dem man sich nicht selbst liebt, ist ein verlorener Tag. Und obwohl meine Quote bisher ganz gut war, kam ich nicht darauf, wieso es gestern anders war. Dachte ich zu viel nach? War ich zu selbstkritisch?
Ich fand keine Antwort.
Ich saß also ein wenig grummelig in der Vorlesung. Meine Laune besserte sich, als Joschua in der Pause zu mir kam und mir einen ganzen Stapel Unterlagen aus einer Vorlesung, die er regelmäßig besucht, mitbrachte. Er hatte es mal beiläufig erwähnt, dass er sie mir mitbringen würde, aber ich hatte es erstens schon wieder vergessen und zweitens nicht wirklich daran geglaubt. Ich war wirklich ein wenig geflasht von so viel Nettigkeit. Das hat meine Stimmung tatsächlich sehr gebessert. Wir konnten leider nicht lange reden, weil die Vorlesung dann weiterging und danach musste ich noch arbeiten.
Ich hab eine Stunde lang gearbeitet und wollte gerade gehen, als ich eine Nachricht von Eric erhielt, mit dem Inhalt, dass er gerade auch in der Bibliothek wäre und Bewerbungen schreibt.
Danach kam nichts mehr, weshalb ich meine Kopfhörer aufsetzte, meine Jacke und meine Mütze anzog und im Begriff war, nach Hause zu fahren.
Ich schloss die Tür des Arbeitszimmers hinter mir und sah, das im Zimmer gegenüber Licht brannte, die Tür offenstand und Eric mich angrinste.
was.mach.ich.hier.
Wir redeten ein wenig über seine Bewerbung, sein Examen etc.
Er gegen den einen Türrahmen gelehnt, ich gegen den anderen, meinte er, dass er gerne Mal wieder was mit mir trinken gehen würde.
Ich meinte, dass ich dafür offen wäre. Ohnehin suche ich ja mal wieder Leute zum Feiern gehen. Das Problem ist, dass alle Prüfungsphase haben.
Er beschwerte sich spaßhalber, dass ich immer so aggressiv wäre, wenn ich getrunken hätte und ihn letztes Mal geschubst und geschlagen hätte.
Damit hat er nicht ganz Unrecht, aber trotzdem sagte ich:"Kann ich ja nicht dafür, wenn du so schwach bist."
Als Rache für diese Aussage nannte er mich "Zwerg" und zog mir meine Mütze über die Augen. Frechheit.
Ich:"Ich bin kein Zwerg. Ich hab eine stattliche Größe!" Um diese Aussage zu unterstreichen hob ich herausfordernd mein Kinn.
Er:"Jetzt seh ich erstmals wie klein du wirklich bist. Sonst hast du immer hohe Schuhe an."
Wir redeten noch weiter über das Wetter und das diesbezüglich passende Schuhwerk.
Ich weiß nicht mehr in welchem Zusammenhang, aber aus dem Nichts hat er mich plötzlich süß genannt.
Das Problem meines Gesichtes ist, dass es zwar das ausdrucklose und leicht motzige Resting-Bitch-Face drauf hat, aber dass es in allen anderen Situationen wie ein offenes Buch ist. Ich habe meine Gesichtszüge dann nicht unter Kontrolle. Ich hab ihn wahrscheinlich leicht verwirrt und ein bisschen angeekelt angeschaut. Warum? Ich glaube, weil er mich kalt erwischt hat.
Er ließ sich davon nicht beeindrucken, zumindest ließ er sich nichts Derartiges anmerken.
Ich weiß nicht, ob ich mal wieder überinterpretiere, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er Körperkontakt sucht. Er stellt sich immer ganz dicht neben mich und als ich behauptete, ich hätte mir ein Tattoo stechen lassen, nahm er mein Handgelenk (ein wenig zu lange) und inspizierte es ganz genau.
Er packte dann auch seine Sachen zusammen und wir gingen zur U-Bahn.
Wir fuhren beide jeweils in eine andere Richtung und als wir uns zum Abschied umarmten, war die Umarmung wieder einen Tick zu lange. Er fing während der Umarmung an, mich irgendwas zu fragen, so dass ich antworten musste, während seine Hände noch um meine Taille geschlungen waren. Um seinem Gesicht nicht so nahe zu sein, beugte ich meinen Oberkörper etwas zurück, was bestimmt sehr komisch aussah, aber was soll ich denn machen? :D
Er stieg in seine U-Bahn, ich in meine.
Zu Hause aß ich noch ein wenig und schaute "Dynasty", dann ging ich ins Bett.
Heute in der Arbeit kam Anna plötzlich zu mir und fragte:"Du bist umgezogen?"
Ich brauchte gar nicht fragen, wer ihr das erzählt hatte. Es war klar. Und deswegen ist diese ganze Sache eine überaus schlechte Idee.
Anna und Frank gaben mir bezüglich des Umzugs und der dortigen Umgebung ganz viele Tipps, was mich sehr gefreut hat. So liebe Menschen.
Heute hab ich noch zwei Tutorien.
Am Freitag ist meine Einweihnungsfeier. Ich bin gespannt. Und weiß jetzt schon, dass es vielleicht keine gute Idee war.

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Dienstag, 8. Januar 2019
He don't love me but that's okay 'cause I love myself anyway
Ich hab gestern die zweite Nacht in meiner Wohnung verbracht. Es war ziemlich gut. Ich war weniger nachdenklich als in der ersten Nacht. Klar muss ich noch eine Routine entwickeln, aber es wird.
Ich hab auch einige Nachbarn "kennengelernt". Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich von lauter Männern umzingelt wohne. Das kann ja heiter werden. :D Der Nachbar neben mir rauchte gerade vor der Haustür, als ich ankam. Ich sagte aber nur kurz Hallo. Wahrscheinlich bin ich paranoid. Der Nachbar schräg gegenüber von mir starrte mehrmals rüber als ich lernte, was leicht unangenehm war - aber zum Glück hab ich Rollos. :D
Zuvor habe ich eine Klausur geschrieben. Als ich vor der Tür des Vorlesungssaals auf die Einlasskontrolle wartete, traf ich auf Joschua. Kurz darauf kam Toni zu uns und wir setzten uns in den Vorlesungssaal. Toni machte die ganze Zeit Bemerkungen, dass Joschua auf mich stehen würde - natürlich so, dass er es nicht mitbekam. Sie machte es natürlich nur um mich zu ärgern und irgendwie hab ich es vermisst, so von ihr gemobbt zu werden. :D
Kurz bevor die Klausur anfing, sah ich rüber zu ihm und dachte mir, wie cool es wäre, wenn ich irgendwann auf jemanden wie ihn stehen würde. Er ist sehr intelligent, extrem gut in der Uni, lernt viel, ist selbstdiszipliniert und dazu auch noch extrem nett. So was wäre eine Bereicherung, kein Klotz am Bein.
Wir verstehen uns wirklich gut, aber ich glaube, dass er den Humor von mir und Toni oft nicht ganz versteht - falls den überhaupt irgendjemand außer uns versteht. :D
Das mag ich an Toni sehr: Dass wir humortechnisch total auf einer Wellenlänge sind. Und dass ihrer manchmal schwärzer ist als meiner. Meiner ist dafür versauter. :D
Gerade bin ich in der Arbeit. Vorher hab ich Eric um ersten Mal wiedergesehen. Seit unserem verwirrenden Treffen auf dem Weihnachtsmarkt. Es war ganz nett, aber irgendwie komisch. Aber vielleicht hab nur ich das so empfunden. Ich dachte mir so: Unsere Gespräche sind irgendwie besser, wenn wir was getrunken haben. Oder zumindest, wenn ich was getrunken hab. Dann bin ich einfach lockerer. Bzw dann denk ich nicht so viel darüber nach. Ich hab ihn zu meiner Einweihnungsparty eingeladen und ich bin mir jetzt schon sicher, dass es vielleicht keine gute Idee war - wer weiß, was ich mache, wenn ich getrunken hab. Genauso wenig ist es eine gute Idee mit ihm feiern zu gehen - aber ich hab einfach extrem Lust auf feiern gehen.
War eigentlich irgendwas was ich jemals in Bezug auf einen Kerl gemacht habe, eine gute Idee?
Lasst mich überlegen....
Nein, ich glaube nicht. :D
Aber dadurch ist das Leben spannend geworden.
Und ich bin jung: Wenn ich nicht jetzt dummen Ideen nachgebe, wann dann?
Nachmittags treff ich mich mit Toni auf einen Ladde Madschaddo und abends noch mit Franzi.
Franzi ist tatsächlich die erste, die mich in der Wohnung besucht. Ich bin gespannt, was sie sagt.
Ich habe das Gefühl, dass ich bald was Dummes machen werde...vielleicht täusch ich mich auch. Oder ist es nur ein Gefühl, dass ich anfangen werde, mein Leben aus tiefster Seele zu leben?
Oder spielen einfach nur meine Hormone verrückt? :D

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Sonntag, 6. Januar 2019
So why does it feel like I'm cheating on you?
Das Ding mit dem Betrügen. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich immer häufiger wird oder ob es mir nur mehr auffällt.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder von uns jemanden kennt, der schon mal betrogen wurde.
Und bestimmt kennt auch jeder jemanden, der seinen Partner betrogen hat.
Ich bin da keine Ausnahme.
Ich habe es am eigenen Leib erfahren. Es war wirklich hart, aber ich wusste schon damals, dass es viel schlimmere Situationen gibt. Situationen, in denen es zum Sex kommt. Es gibt Frauen, die von ihren Männern mit den Brautjungfern oder der besten Freundin betrogen werden. Es gibt Familien, die deswegen auseinander brechen. Im Vergleich dazu war meine Situation also nicht ganz so schlimm.
Naomi macht es gerade durch. Ihre Situation fand ich persönlich schlimmer. Ihr damaliger Freund hatte Sex mit dem Mädchen, das sie am meisten hasst. Er wusste das. Und er hat es getan, um sie zu verletzen und sich an ihr zu rächen, weil sie wenige Wochen zuvor von einem Typen geküsst wurde - ohne dass sie etwas dafür konnte. Was sagt uns das? Er hat nicht das nötige Selbstbewusstsein, er ist kein richtiger Mann und sie ist sehr viel besser ohne ihn dran.
Die Situation bei meinem Ex damals war ätzend, aber er hat es nicht getan, um mich vorsätzlich zu verletzen - sonst hätte er es mir gesagt. Nicht, dass das irgendwas besser macht.
Warum betrügen Menschen?
Ich glaube, dass einige sich ausleben und ausprobieren wollen, neue Dinge und neue Menschen kennenlernen wollen, aber nicht auf ihr Sicherheitsnetz verzichten wollen - nur für den Fall, dass die neuen Dinge und Menschen doch nicht so gut sind, wie man vielleicht dachte.
Viele wollen vielleicht auch langjährige Beziehungen nicht einfach wegwerfen. Aber da ist wieder der Punkt: Ist es dann noch Liebe oder nur emotionale Abhängigkeit und Gewohnheit? Ich glaube letzteres.
Ich bin mir sicher, dass man in eine Betrugssituation unter Umständen auch ganz leicht reinrutschen kann, aber trotzdem bin ich der Überzeugung, dass, wenn man jemanden aus vollstem Herzen und tiefster Seele lieben würde, es nie zu einer solchen Situation kommen lassen würde.
Hat es was mit Karma zu tun?
Naomi hat ihren Ex beispielsweise auch betrogen.
Ich hab zwar noch nie jemanden betrogen - aber vielleicht war es mein Karma für andere Dinge, die ich gemacht habe?
Ich glaube tatsächlich daran, dass jeder, der jemanden betrügt, auch mal betrogen wird. Karma kommt immer zurück. Und je später, desto schlimmer.
Und ich glaube auch daran, dass Betrüger sich nicht ändern. Naomis Ex, beispielsweise, wollte seine damalige Ex auch betrügen - hat's aber nicht geschafft. Lusche. Naja, es war wahrscheinlich besser so.
Warum sind Menschen nicht einfach ehrlich? Warum sagen sie nicht einfach, wenn keine Liebe mehr da ist? Machen sie sich so extrem abhängig von anderen Menschen? Vielleicht haben sie auch ein Problem damit alleine zu sein.
Der nächste Punkt ist vielleicht ein wenig oberflächlich: Aus meiner Erfahrung und was ich so von anderen mitbekommen habe, lohnt sich das Betrügen nie. Die Personen, mit denen betrogen wird, sind immer unattraktiver und haben weniger zu bieten. Gut, das liegt wahrscheinlich im Auge des Betrachters. Aber warum suchen sich Männer solche Frauen aus, wenn sie eine viel schönere und tollere Frau zu Hause haben? Fühlen sie sich von ihrer eigenen Frau bedroht? Haben sie das Gefühl, nicht gut genug zu sein? Suchen sie deshalb jemanden aus der unteren Liga, um ihr eigenes Ego wieder zu pushen?
Ein weiterer Punkt, den ich nicht verstehe ist: Warum machen die Menschen, mit denen betrogen wird da mit?
Auf die Frage gibt es wahrscheinlich viele Antworten.
Das Mädel, das was mit Naomis Ex hatte, wollte Naomi eins auswischen und kam außerdem gerade aus einer zehnjährigen Beziehung und ist nur so durch die Betten dieser Stadt gestiegen.
Die Mädels mit denen mein Ex was hatte: Nun, die eine war in ihn verliebt. Was mir wirklich Leid tut, weil es unglaublich schmerzhaft sein muss, in eine Person, die vergeben ist, verliebt zu sein, was mit ihr zu haben, nur um dann zu erfahren, dass sie weiterhin in der Beziehung bleibt. Die andere hatte meines Wissens nicht viel Erfahrung mit Kerlen und hat sozusagen alles genommen, was sich ihr angeboten hat.
Ich selbst war nie in einer solchen Situation, deswegen ist es vielleicht schwer darüber zu urteilen. Aber dennoch bin ich mir sicher, dass, wenn ich wüsste jemand wäre vergeben, ich sofort einen Rückzieher machen würde, egal wie schmerzhaft es gerade für mich sein mag. Alleine aus Respekt vor der andern Frau. Und weil ich Angst vor Karma hätte. Außerdem: wenn ein Mann seine Freundin mit dir betrügt und dann mit dir zusammen kommt - kannst du ihm jemals vertrauen, dass er das selbe Spiel nicht mit dir abzieht?
Legen manche Mädchen wirklich Wert darauf, die zu sein, mit denen jemand anderes betrogen wurde? Wo ist deren Würde? Deren Respekt vor sich selbst?
Ich für meinen Teil habe irgendwie das Gefühl, dass das mit dem Betrügen immer häufiger wird. Klar, früher gab es auch Mätressen und andere, die sich angeboten haben. Aber hatte man nicht mehr Respekt vor dem Bund der Ehe? Vielleicht helfen Apps wie Tinder und Lovoo nicht gerade, aber im Endeffekt schafft man es glaub ich immer, jemanden zu betrügen, wenn man es darauf anlegt. Mit oder ohne App.
Ich persönlich glaube, dass mit Menschen, die jemanden betrügen etwas nicht stimmt. Sei es Komplexe, zu wenig Selbstbewusstsein, mangelndes Selbstwertgefühl, Angst davor alleine zu sein oder die emotionale Anhängigkeit von einer anderen Person.
Mutig sind die, die zuerst Schluss machen und sich dann aus Leben. Gerade einem Partner, mit dem man unter Umständen jahrelang zusammen war, sollte man diesen nötigen Respekt entgegen bringen.
Ich habe, wie man unschwer erkennen kann, eine ziemlich klare Meinung zu diesem Thema: Wenn du deinen Partner betrügst, liebst du ihn nicht so, wie du es solltest.

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Donnerstag, 3. Januar 2019
But you don't know, what you don't know: Someday, I'll be living in a big old city
Die erste Nacht in meiner Wohnung. Und ich weiß nicht, was ich darüber denken soll.
Ich bin heute früh schon vollbepackt hier angekommen und hab erstmal so viele Fotos aufgehängt, wie ich hatte. Und es ist trotzdem noch genügend Platz für mehr Fotos. Ich habe eine Wand, die meinem 2019 gewidmet ist, eine die Frauen und meinen Charakterzügen gewidmet ist und eine für meinen Lieblingskönig. Die Wand für 2019 soll mich inspirieren und motivieren, mir meine Ziele vor Augen halten, falls ich die Orientierung verliere. Die Wand, die Frauen und meinen Charakterzügen gewidmet ist, soll mich daran erinnern, wer ich bin, wenn ich es mal wieder vergesse und mich nur auf meine schlechten Eigenschaften konzentriere. Ich versuche so mich dieses Jahr noch mehr zu lieben - intensiver, bedingungsloser und standhafter.
Dadurch ist meine Wohnung irgendwie sehr privat. Wenn man hereinkommt, kann man mich direkt irgendwie einschätzen, wenn man die Bilder richtig interpretiert. Eigentlich mag ich so was nicht, weil ich mich gegenüber Fremden nur insoweit öffnen möchte, wie ich es zulasse. Nach meinen Regeln. Auf der anderen Seite geht es hier nicht darum, wer meine Wohnung betritt und wer mich wie einschätzen kann - sondern was ich mir damit vor Augen halten will.
Natürlich habe ich auch eine Fotos mit Freunden aufgehängt - aber noch lange nicht genügend. Um das Klischee zu bestätigen hab ich natürlich auch vier Lichterketten aufgehängt, Duftkerzen aufgestellt und singend und tanzend die Wohnung eingerichtet. Und selbstverständlich bin ich durch die ganze Wohnung mit dem Desinfektionsspray gerannt - sonst wäre ich ja kein Mädchen. :P
Julias Uhr, die sie mir überlassen hat ist direkt von der Wand gefallen und hat zwei ihrer Gläser mit sich gerissen. Ü b e r a l l Scherben. War nicht so geil. Aber ich musste eh Staubsaugen.
Ansonsten hab ich heute gelernt, Videos geschaut und mir vorher Gemüse gekocht. Ich bin ziemlich nachdenklich. Ich genieße die Ruhe, aber ich hab Angst davor, was passiert, wenn mir die Ruhe zu viel wird. Ich hab so viele tolle Menschen in meinem Leben, die mir gesagt haben, sie kommen sofort vorbei oder rufen mich an, wenn ich mich einsam fühlen sollte. Aber werde ich zu stolz dazu sein, das dann zuzugeben? Vor meinen Engsten wahrscheinlich nicht. Ich hatte heute das Bedürfnis raus unter Menschen zu gehen, aber ich hab es nicht getan. Irgendwie fehlte mir dann die Motivation und ich glaube, ich hätte mich gerne mit jemandem getroffen und ein bisschen gequatscht. Aber so spontan haben natürlich die wenigsten Zeit. Aber es war auch nicht schlimm, ich glaube, es ist eine interessante Erfahrung für mich, wenn ich mal mit mir selbst auskommen MUSS. Das kann bestimmt nicht schaden.
Vorher hat jemand geklingelt, aber ich habe nicht aufgemacht, weil ich es zu gruselig fand. Ich meine, niemand außer meinen Freunden weiß, dass ich hier bin und die hätten geschrieben, wenn sie Licht gesehen hätten und ich nicht aufgemacht hätte. Wahrscheinlich bin ich einfach zu paranoid und alleine aus diesem Grund sollte ich "Du wirst mich lieben" nicht anschauen - weil es meine Paranoia nicht besser machen würde.
Nachmittags wollte ich auch irgendwie, dass jemand vorbei kommt. Nicht unbedingt zum Reden. Aber solche Kerle sind leider nicht in meinem Leben.
Ich werde jetzt noch lernen, mich bettfertig machen und vielleicht noch einen Film schauen oder lesen.
Morgen werde ich erstmal einen neuen Kugelschreiber kaufen, weil meine ungelogen zehn Kugelschreiber, die ich mit genommen habe, alle nicht mehr funktionieren. Es ist wie verhext. Danach werde ich in die Bib, ein wenig unter Menschen gehen. Eric wird vielleicht auch da sein. Er hat mich heute ein wenig aufgemuntert, als ich ihm von meinen Bedenken erzählte. WTF Sabrina warum erzählst du ihm das überhaupt?! Schwacher Moment. Aber vielleicht hilft es mir zu wissen, dass seine Familie von hier aus gesehen innerhalb von Deutschland nicht weiter weg sein könnte und er es trotzdem hinkriegt. Okay, er wohnt auch in einer WG, das ist wahrscheinlich wieder was anderes. Noch dazu ist ja jeder Mensch anders. Ich bin eher so der kleine Italiener, wenn es um Familie geht. Andere sind da vielleicht eher sibirische Tiger.
Bin ich glücklich? Ja. Ich werde so sehr geliebt. Ich muss noch lernen, diese neue Art der Freiheit so über alles zu lieben, wie ich es bei anderen Personen tue. Aber es wird. Es ist eine Herausforderung, aber ich werde sie meistern. Ich werde wachsen, mich weiterentwickeln und lieben.

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Dienstag, 1. Januar 2019
Silvester 2018
Es fühlt sich komisch an, diesen Titel zu schreiben. Ich weiß noch genau, wie ich letztes Jahr "Silvester 2017" geschrieben habe. Das letzte Jahr startete mit so viel Drama wie man es sich nur vorstellen konnte. Ich war noch nicht wirklich ich selbst, auch wenn ich hart darum kämpfte, es zu sein.
Dieses Silvester war dagegen sehr entspannt und schön. Ich bin gegen zehn zu Felix gefahren und hab dort so viele Leute wiedergesehen, die ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe. Fabi ist nicht mehr mit seiner Freundin zusammen, dafür lief er den ganzen Abend lang in einem Outfit auf "New Kids" rum. :D Tobi hat eine Freundin, die mit mir studiert, aber ich hab sie noch nie gesehen. Macy hab ich zum ersten Mal seit ihrem Auslandssemester wiedergesehen und sie hatte viele Geschichten auf Lager. Was mich am meisten überrascht hat, war, dass Anna nicht da war und dass sie sich von Max getrennt hat. Sevi hat mir einige sehr private Dinge erzählt, dass sein Vater ein Choleriker ist - "schlimmer als unser damaliger Deutschlehrer" und das will was heißen. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass er mich mit seinem Kumpel verkuppeln wollte, aber ich war nicht so dabei. Um Mitternacht küsste ich Macy (mein ersten und bis daher einzigen Neujahreskuss hatte ich von ihr), dann Fabi - allerdings nur ein kurzes Bussi auf den Mund. Dann hob ich meine Arme und schrie:"Ich liebe mich!" in den Himmel und Chris brüllte zurück:"Ich dich auch!". Es war sehr lustig. Dann wurde ich irgendwie noch rumgetragen und spaßhalber gegen Kamele eingetauscht - äh nein :D. Irgendwann tanzte ich mit Chris auf der Straße zwischen den Scherben unserer Flaschen und ich hatte kurzzeitig den Eindruck, dass er mich küssen wollte, aber ich zog abrupt meinen Kopf weg. Wir haben alle getrunken, also nehme ich das nicht ernst. :D Ich lud ungefähr jeden zu meiner Einweihungsparty ein, ich sagte jedem wie cool ich ihn oder sie finden würde und war glücklich. Das sind so viel mehr meine Leute als die Freunde von Felix, mit denen ich mein letztes Silvester gefeiert habe - nie wieder. :D Es war so toll diese ganzen Leute wiederzusehen, es sind wunderbare Menschen und ich wünsche allen von ihnen das Alllerallerbeste für's neue Jahr.
Gegen drei saß ich dann mit Eva und ein paar anderen in der Küche und wurde langsam müde, weshalb ich dann auch beschloss nach Hause zu fahren. Aber es war toll. Einen besseren Abschluss für dieses Jahr hätte es nicht geben können.
Für jeden Monat ein Lied:
Januar: Boys - Charlie XOX
Februar: Getaway Car - Taylor Swift
März: Female - Keith Urban
April: Babe - Sugarland feat. Taylor Swift
Mai: That's when you know it's over - Lee Brice
Juni: Guys my age - Hey Violet
Juli: FRIENDS - Annemarie | God is a woman - Ariana Grande
August: Out from under you - Niki & Gabi
September: One of us - Amanda Seyfried
Oktober: Sweet but Psycho - Ava Max
November: Thank u, next - Ariana Grande
Dezember: Daydreaming - Pia Mia
Dieses Jahr war toll. Aber wenn es darum geht 50 Dinge aufzuschreiben, auf die ich stolz bin, komme ich nicht so weit. Was eigentlich traurig ist.
Ich bin stolz auf mich, weil ich mich an schlechteren Tagen aus meinem Bett gerollt habe, mich fertig gemacht habe, in die Uni gegangen bin, Spaß hatte und versucht habe, das Beste daraus zu machen.
Ich bin stolz auf mich, weil ich Menschen, von denen enttäuscht war, jede einzelne Nacht verziehen habe, bis es irgendwann nicht nur mein Verstand glaubte, sondern auch mein Herz.
Ich bin stolz auf mich, weil ich darüber hinweggekommen bin - alleine.
Ich bin stolz auf mich, weil ich den Prozess der Entgiftung erfolgreich abgeschlossen habe und damit aus etwas so Negativem etwas so Positives gemacht habe.
Ich bin stolz auf mich, weil ich mich von beruflichen Rückschlägen nicht habe aufhalten lassen, sondern nach dem Motto "Jetzt erst recht" trotzig weiter gekämpft hab.
Ich bin stolz auf mich, weil ich im letzten Semester pro Nacht vielleicht fünf Stunden Schlaf hatte, vierzehn Stunden lang in der Bibliothek war und alles gegeben hab, um gut zu sein.
Ich bin stolz auf mich, weil ich mich nicht selbst bemitleide.
Ich bin stolz auf mich, weil ich sehr freundlich, aber mit der nötigen Distanz meiner ehemaligen besten Freundin gegenüber getreten bin.
Ich bin stolz auf mich, wenn ich den Mut hatte, ich selbst zu sein.
Ich bin stolz auf mich, weil ich gelernt habe, den Teil meines Charakters zu lieben, der mir immer am meisten Schwierigkeiten gemacht hat.
Ich bin stolz auf mich, weil ich Dinge getan habe, von denen ich nie dachte, dass ich sie jemals tun würde.
Ich bin stolz auf mich, weil ich mich für meinen besten Freund anstatt für einen belanglosen Typen entschieden habe.
Ich bin stolz auf mich, weil ich zum ersten Mal in meinem Leben über meinen Schatten gesprungen bin und einem Kerl hinterher gejagt habe, damit aus meiner Komfortzone herausgekommen bin und mein Selbstbewusstsein erweitert habe.
Ich bin stolz auf mich, weil ich mutig genug war, die Entscheidung zu treffen, auszuziehen.
Ich bin stolz auf mich, weil ich in diesem Jahr viel gereist bin und viele neue Eindrücke gewonnen habe.
Ich bin stolz auf mich, weil ich an Selbstbewusstsein dazu gewonnen habe.
Ich bin stolz auf mich, weil ich ein Gefühl für meinen Körper entwickelt habe und begonnen habe, im Einklang mit ihm zu sein.
Ich bin stolz auf mich, weil ich mich nicht mit weniger zufrieden gegeben habe.
Ich bin stolz auf mich, weil ich auf meine Intuition höre.
Ich bin stolz auf mich, weil ich sehr selbstdiszipliniert bin.
Ich bin stolz auf mich, weil ich viele Dinge rational sehe und mich nicht von Gefühlen leiten lasse.
Ich bin stolz auf mich, weil ich dieses Jahr so viele tolle Erinnerungen geschaffen habe.
Ich bin stolz auf mich, weil ich niemanden brauche - außer mein Blut.
Das sind also die Dinge, auf die ich stolz bin.
Selbstverständlich bin ich noch nicht da wo ich sein möchte.
Weshalb wir jetzt zu den Dingen kommen, die ich mir für 2019 vorgenommen habe.
1. Ich werde hart und disziplinier für die Uni arbeiten, mit einem klaren Ziel vor Augen.
2. Ich werde einen Job in einer Kanzlei haben.
3. Ich werde mein Praktikum mit Erfolg absolvieren.
4. Ich werde die VÜs bestehen.
5. Ich werde regelmäßig meditieren oder Ähnliches.
6. Ich werde an Orte reisen, an denen ich noch nie gewesen bin.
7. Ich werde mich auf mich selbst konzentrieren.
8. Ich werde so viel Zeit wie nur möglich mit meinen Liebsten verbringen.
9. Ich werde bis zum Anschlag mit Liebe erfüllt sein - Liebe zu mir selbst und Liebe zu dieser Welt.
10. Ich werde einen tollen Sommer voller Abenteuer und Freiheit erleben.
11. Ich werde verrückte Dinge tun.
12. Ich werde tolle Erinnerungen schaffen.
13. Ich werde mein Studentenleben ausleben.
14. Ich werde offener auf Menschen zugehen.
15. Ich werde aus allem Negativen etwas Positives machen.
16. Ich werde glücklich sein.
17. Ich werde mich selbst lieben.
18. Ich werde mich weiterbilden.
19. Ich werde so viel lernen wie es nur geht.
20. Ich werde mich kulturell weiterentwickeln - mehr in Museen gehen, mehr Dokumentationen schauen, ins Theater gehen.
21. Ich werde mehr über diese Stadt erfahren.
22. Ich werde ich selbst sein.
23. Ich werde wieder schießen gehen.
24. Ich werde meine Liebsten mit so viel Liebe überschütten wie es nur irgendwie möglich ist.
25. Ich werde meine Wohnung schön einrichten und mich darin wohl fühlen.
26. Ich werde das Alleineleben gut auf die Reihe kriegen.
27. Ich werde selbstständiger werden.
28. Ich werde so viel Lachen wie es geht.
29. Ich werde noch mehr lernen "Nein" zu sagen.
30. Ich werde ein extremes Selbstwertgefühl entwickeln.
31. Ich werde neue Menschen kennenlernen.
32. Ich werde darauf scheißen, was andere Menschen denken.
33. Ich werde jeden Tag lernen.
34. Ich werde einen Roadtrip machen.
35. Ich werde mich mehr mit meinem Glauben beschäftigen.
36. Ich werde mehr lesen (insbesondere möchte ich "Dracula" und "Das Parfüm" jetzt endlich mal beenden).
37. Ich werde viel für meinen Körper tun.
38. Ich werde Dinge tun, die mir Angst einjagen.
39. Ich werde in einer warmen Sommernacht im Brunnen vor der Uni tanzen.
40. Ich werde nicht mehr zu viel über die Vergangenheit nachdenken.
41. Ich werde kreativ sein.
42. Ich werde an meiner inneren Schönheit arbeiten.
43. Ich werde ein besserer Mensch sein.
44. Ich werde öfter lächeln.
45. Ich werde ordentlicher sein.
46. Ich werde meine Sprachkenntnisse erweitern.
47. Ich werde weniger am Handy sein.
48. Ich werde öfter nach draußen in die Natur gehen.
49. Ich werde Liebe und Frieden in meiner Seele haben.
50. Ich werde mein Herz wieder an italienische Städte verlieren.
Ich hätte nicht damit gerechnet, dass mir so spontan 50 Dinge einfallen.
Überall dort wo "Ich werde" stand, stand davor "Ich möchte", aber ich fand, dass "Ich werde" sehr viel entschlossener klingt.
Ich hoffe, dass dieses Jahr nur gute Dinge mit sich bringt.
Gesundheit, Glück und Liebe für meine Liebsten.
Ich hoffe, dass dieses Jahr für jeden wunderschön ist.
Ich wünsche jedem Menschen nur das Allerbeste.
Ich habe 2018 geliebt, aber ich bin auch gespannt, was 2019 mit sich bringt. Hoffentlich nur Gutes.

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Montag, 31. Dezember 2018
50 Dinge, die ich in 2018 gelernt habe
Ich war gestern noch bis zwei Uhr nachts wach und habe Dinge aufgeschrieben, die ich 2018 gelernt habe. Insgesamt muss ich sagen, dass dieses Jahr wirklich toll war. Aus dem einfachen Grund, dass es mir keinen Felsbrocken in den Weg gelegt hat, wie 2017, wo es gleich zwei waren. Das alleine reicht schon als Grund, um dankbar zu sein. Klar gab es auch schwierige Zeiten, berufliche Rückschläge und natürlich bin ich was mein Selbstbewusstsein angeht noch nicht da wo ich sein möchte. Aber ich bin auf einem guten Weg. Ich habe eine Familie, Freunde, ein Dach über dem Kopf und was zu essen. Was bräuchte ich mehr um glücklich zu sein?
Dieses Jahr sind so viele Dinge passiert, ich bin gewachsen, glücklicher und ein besserer Mensch geworden.
Hier sind also 50 Dinge, die ich in 2018 gelernt habe:
1. Du bist nicht darüber hinweg, wenn du der Person nicht das Allerbeste wünschst.
2. Fang nichts neues an, wenn du noch nicht darüber hinweg bist.
3. Du hast vielleicht nicht nur einen bestimmten Typen - probiere es einfach mal aus.
4. Nimm dich in Acht vor Wölfen im Schafspelz.
5. Gib so viel Liebe wie du nur kannst - du wirst sie zurück bekommen.
6. Vergib ihnen jede Nacht, solange bis auch dein Herz es glaubt.
7. Vergib ihnen, auch wenn es ihnen nicht Leid tut.
8. Verwandle alles Negative in etwas Positives.
9. Hab nicht zu hohe Erwartungen an Personen - sie sind nur Menschen.
10. Lächle so oft du kannst Menschen an.
11. Liebe dich selbst dafür, dass du ein Widerspruch in dir selbst bist.
12. Musik und tanzen können die beste Therapie sein.
13. Der Mann an deiner Seite sollte jemand sein, der gut genug für deine Tochter wäre.
14. Du bist eine Frau, setze es ein. Zwing jeden Mann in die Knie.
15. Lerne das Scheitern lieben.
16. Behandle dich selbst besser als es jemals irgendjemand könnte.
17. Entscheide dich für deine Freunde anstatt für dahergelaufene Typen.
18. Sei ein guter Mensch - auch wenn andere Menschen es nicht sind.
19. Hab Frieden in jeder Ecke deiner Seele.
20. Diese Welt ist so wunderschön, aber Heimat ist Heimat.
21. Du kannst das erste Treffen nach der Trennung nicht erzwingen.
22. Gott lässt alles aus einem Grund passieren.
23. Es passiert nicht dir, es passiert für dich.
24. Jeder verdient es glücklich zu sein.
25. Es mag eine Weile dauern, aber du wirst darüber hinweg kommen.
26. Sei selbstbewusst und selbstliebend.
27. Arbeite hart für deine Zukunft.
28. Lerne "Nein" zu sagen.
29. Mach die Dinge, die dir Angst einjagen - sie werden dich selbstbewusster machen.
30. Schaffe so viele Erinnerungen wie du nur kannst.
31. Eine Trennung ist eine Befreiung.
32. Böse Menschen können so unschuldig aussehen.
33. Reise so viel du nur kannst.
34. Du bist vielleicht ein besserer Mensch, wenn du Single bist.
35. Es muss nicht unbedingt Liebe sein, es kann auch pure Abhängigkeit sein.
36. Sich zu verlieben ist ein manipulierbarer Prozess.
37. Fühle deine Seele, deinen Verstand und deinen Körper.
38. Du kannst jeden einzelnen deiner Dämonen besiegen.
39. Spiele mit dem Feuer - es ist eine Erfahrung.
40. Sieh die Schönheit in deiner Vergangenheit.
41. Dieses Land ist großartig.
42. Die Geburt deiner Selbstliebe ist der Tod giftiger Beziehungen.
43. Vertraue auf deine Intuition.
44. Sei dankbar und glücklich - du bist so gesegnet!
45. Lechze nach Abenteuern.
46. Wenn nicht jetzt - wann dann?
47. Deine Familie ist die Beste.
48. Verbringe so viel Zeit wie möglich mit deiner Familie.
49. Das beste Gefühl ist, deine Familie vor Lachen weinen zu sehen.
50. Familie ist alles.

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Sonntag, 30. Dezember 2018
Ocean blue eyes looking in mine
Dieses Wochenende war ziemlich ereignisreich.
Es begann damit, dass Ina, Vroni und ich zu meiner Wohnung fuhren, um dort vorzuglühen, feiern zu gehen und dann dort zu übernachten.
Glücklicherweise haben wir einen Parkplatz ganz in der Nähe gefunden, weil wir so unglaublich viel Zeug dabei hatten. Ina und Vroni haben sogar Kuchen und einen Nudelauflauf mitgenommen, während ich die Teile meiner neuen Garderobe mitschleppte.
In meiner Wohnung - es ist nach wie vor ungewohnt, das zu schreiben - machten wir es uns erst mal gemütlich. Wir stellten die Nudeln und Glühwein auf den Herd, machten Musik an, aßen und leerten die Wodkaflasche. Bevor der Alkohol richtig anschlagen konnte, bezog ich mein Bett noch, hängte eine Lichterkette auf und stellte Kerzen auf. Als ich die Wohnung bei der Schlüsselübergabe am 21. das letzte Mal gesehen hatte, war ich kurzzeitig schockiert, weil sie so kahl war - ich kannte sie ja nur eingerichtet. Ich zweifelte kurz daran, ob ich mir hier jemals wohlfühlen würde, aber ich denke das wird schon. Ich habe einen ganzen Stapel Bilder ausgedruckt, die ich alle aufhängen werde. Mir fehlen nur noch eine Couch, ein kleiner Teppich und etwas Deko.
Als wir irgendwann genügend getrunken hatten - und die letzte U-Bahn erwischen mussten - sind wir in Richtung Club losgezogen. Wir beschlossen, dass wir uns diesmal einen "bitchigen Abend" machen würden. Was bei uns so viel heißt wie knutschen. Ganz so bitchig sind wir dann noch nicht. :P Wir trafen Max unten an der U-Bahn und auf der Rolltreppe beschlossen er und ich, dass wir gegenseitige Wingsmen sein würden. Ich hatte ja keine Ahnung wie gut er sein würde.
Wir sind in den Club und von da an verlor ich jedes Zeitgefühl. Den ersten Typen, den ich ganz süß fand, sprach Max sofort an. Bevor aber irgendwas beginnen konnte, fragte ich erst wie alt er war. Als er 18 sagte, konnte ich es nicht glauben. Damit war er durch. Wenn ich ein paar Jahre jünger wäre vielleicht, seine Locken hatten es mir angetan. Aber so...nein. :D
Währenddessen wurde Ina von einem Double von Matthias Schweighöfer entführt und als ich das nächste Mal hinsah knutschten sie schon. :D Währenddessen sah ich einen echten Leckerbissen, sagte dies auch Max und bevor ich dazu sagen konnte, dass er warten solle, bevor er seinen Wingmancharme spielen lassen würde, drehte er sich schon zu dem Typen um, stellte sich vor, redete kurz mit ihm und stellte ihn dann mir vor. Anfangs war es mir ein wenig unangenehm, aber was solls. :D Wir redeten ein wenig, kurz darauf kam Vroni und meinte:"Die Ina hat nur eine halbe Minute gebraucht, also halt dich ran." :D Ich wollte nicht direkt mit ihm knutschen, auch wenn er es probiert hat. Ich will eigentlich hauptsächlich jemanden, der gut tanzen kann, denn Tanzen im Club ist meine Form von Therapie. Wir tanzen ganz gut zusammen, aber es war jetzt nicht wow. :D Wir redeten auch noch ein wenig und ich merkte schnell, dass er sehr selbstbewusst und dominant war - ein Grund weshalb ich ihm erst recht nicht das geben wollte, was er wollte. Dann dachte ich mir: Es geht ja hier um mich. Ich mache das, was ich will, worauf ich Lust habe. Um mein Über-Ich und mein Es zu vereinen machte ich mit mir selbst den Kompromiss aus, dass ich ihn küssen würde, wenn ein gutes Lied lief. Und es war wie verhext - die Musik war echt nicht so gut dieses Mal. Auf jeden Fall kam kein gutes Lied und deshalb ging ich den Schritt erst, als er sagte, er müsse jetzt gehen. Dann nahm ich mir was ich wollte, er meinte, er würde mich besuchen kommen, ich lachte ihn aus und er ging.
Dann tanzte ich weiter mit meinen Freunden, teilweise waren entweder Ina, Vroni oder Max verschwunden, aber es war wirklich ein schöner Abend.
Irgendwann wollten Ina und Vroni heim und obwohl ich eigentlich noch sehr gerne geblieben wäre, willigte ich ein.
Als wir draußen im Raucherbereich standen und redeten, sah ich weiterhinten Sean - einen Typen aus der Schule, auf den ich mal sexuelle Anziehungen hatte und den ich das letzte Mal vor zwei Jahren gesehen hatte.
Ich sagte so was wie:"Oh nein, da ist ein Typ auf den ich mal Anziehungen hatte" zu Ina und Vroni.
Die beiden:"Wer?"
Ich:"Der Sean, da vorne im Grauen."
Plötzlich tippte mich auf einmal jemand an der Schulter an. Ich drehte mich um und es war Felix, den ich seit eineinhalb Jahren nicht gesehen hatte. Ich war total überrascht, wir redeten kurz, dann sah ich neben ihm Sean auftauchen, Wir umarmten uns kurz, redeten, dann verabschiedete sich Felix, weil er seine Freunde im Club suchen musste. Ina und Vroni holten schon ihre Jacken und ich stand weiterhin da und redete mich Sean.
Ich glaub, ich hab noch nie von Sean erzählt - zu der Zeit war meine Bloggerphase nicht wirklich aktiv.
Ich kannte ihn gar nicht, er ist mir nie wirklich aufgefallen, bis wir in die Oberstufe kamen. Aber selbst da nicht wirklich. Ich saß in Deutsch immer in der zweiten Reihe am Fenster, neben mir saß Maike, glaub ich. Eines Tages - das Schuljahr war schon ein paar Wochen fortgeschritten - ging ich wie gewohnt zu meinem Platz - wir hatten alle eine feste Sitzordnung - und ich war etwas überrascht, weil Sean neben mir saß., so dass die ganze Sitzordnung in unserer Reihe durcheinander gebracht wurde. Entweder traute sich niemand von den Mädels sich mit ihm anzulegen oder es war ihm einfach scheißegal, was sie sagten, er besetzte von diesem Tag an regelmäßig den Platz neben mir. Ich weiß nicht mehr genau, was ich am Anfang dachte, es irritierte mich bestimmt kurz, aber es änderte nichts: Ich war motiviert und fokussiert, was den Unterricht anging und obwohl ich den Lehrer hasste, lliebte ich dieses Fach. Die unterschiedlichen Epochen, die Stilmittel, die Geschichte, die damalige Denkweise. Ich liebte es so sehr, dass ich anfing solche Werke in meiner Freizeit zu lesen und sogar überlegte, allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaften zu studieren.
Wie auch immer, es spielte zunächst auf jeden Fall keine Rolle, dass da auf einmal so ein Typ neben mir saß. Aber natürlich kam es wie es kommen musste: Meine Hormone spielten verrückt. Und er passte genau in mein Beuteschema: Er war der klassische böse Junge, in den Pausen immer am Rauchertor zu finden, teilweise auch beim kiffen, er legte sich mit den Lehrern an, er hatte einige Fehltage, nicht die besten Noten und eine "So what?"-Ausstrahlung. Das komplette Gegenteil von mir und natürlich fand ich es anziehend. Wenn es ein Klischee gibt, muss ich natürlich dabei sein.
Auch wenn ich ihn überaus anziehend fand, ich zeigte es nie. Ich war nett und höflich, wenn er mit mir redete, ich lachte, wenn er einen Witz machte und ich schon regelmäßig mein Deutschbuch in die Mitte, weil er seines so gut wie nie dabei hatte. Wenn er mich ansah, wich ich aber seinem Blick aus, weil er sehr stechend blaue Augen hat und ich in der Schule bei Leuten, die ich nicht kannte, eher schüchtern und introvertiert war.
Natürlich hab ich Lieder über ihn geschrieben - irgendwo musste ich diese Anziehungen ja rauslassen.
Er machte aber nie den nächsten Schritt. Und ich natürlich erst recht nicht. Ich war ja auch nicht auf der Suche nach irgendwas - im Gegenteil: Ich wollte keine Beziehung oder Ähnliches - aber ich hatte manchmal meine Hormone nicht im Griff - so wie heute auch.
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, über was wir alles geredet haben in der Schule. Ich kann mich nur an den Schulball erinnern, als das Motto 20er Jahre war und ich absichtlich ein schwarzes Samtkleid mit Spitze aus der falschen Epoche trug und als ich versuchte so würdevoll wie möglich auf meinen hohen Schuhen - die ich damals sehr selten trug - an ihm vorbeizugehen. Als ich ihm sagte, er sähe heute gut aus, lächelte er mich strahlend - und wahrscheinlich betrunken - an, ich ging weiter in Richtung Garderrobe ohne mich nochmal umzudrehen.
Wenn ich mich so daran zurückerinnere....ich glaube, das war der Schulball als Heli aus dem nichts mit Tobi rumgemacht hat und als Helena in ihrem Fransenkleid einfach mega geil aussah. Joa...mehr weiß ich gar nicht mehr. Wirklich schade, dass ich damals nicht mehr gebloggt habe.
Meine Anziehungen endeten damit, dass er dann mit Lisa zusammen kam. Ich ließ ihn gehen und meine Hormone suchten sich ein neues Opfer.
Es gab dann etwa ein Jahr später noch eine krasse Trennungsszene bei unserer Seminararbeitsparty, aber dazu ein ander Mal. Es endete auf jeden Fall damit, dass Lisa und Sean sich gegenseitig schlugen und sich dann gegenseitig bei der Polizei wegen Körperverletzung anzeigten
Nun, zurück zu Freitag: Wir standen also draußen und redeten über alles Mögliche. Er erzählte mir, was er seit der Schule getrieben hat und es war tatsächlich interessant, dass jemand, der nicht mal das Abi bei uns gemacht hat und immer Schwierigkeiten hatte, so motiviert und ehrgeizig ist, etwas aus sich zu machen. Nicht dass das Abitur ein krasses Aushängeschild wäre - aber Sean war eher jemand, der eher gefeiert, als gelernt hat und ich war tatsächlich überrascht, als ich hörte, was er aus sich gemacht hat.
Irgendwann meinte er:"Und Sabrina, was machst du so?"
Ich:"Jura."
Er pfiff durch die Zähne.
Grinsend fragte ich:"Bestätige ich das Klischee?"
Er:"Nein. Ich konnte dich nie richtig einschätzen."
Ich:"Wirklich?"
Er:"Ja. Aber für intelligent hab ich dich immer schon gehalten."
Ich meinte was davon, dass jedes Studium irgendwo anstrengend und krass ist und spielte das Jurastudium ein wenig runter.
Er:"Nein, ich mein, du bist jetzt im x Semester, das ist schon eine Leistung. Ich treff immer nur Mädels, die überhaupt nicht motiviert sind und wenig für ihre Zukunft tun."
Ich war tatsächlich überrascht das zu hören, weil ich nur von motivierten, ehrgeizigen Frauen umgeben bin, die alle ein Ziel vor Augen haben und ich weiß, dass jede von ihnen auf ihre Art und Weise mal erfolgreich sein wird. Ich kenne tatsächlich keine Frau, die so ist wie die Mädels, von denen er mir erzählte.
Er fing an über seine Ex Lisa zureden und bezeichnete sie als "Soziopath". Er erzählte mir von seinen anderen Beziehungen, die letzte Trennung ist erst acht Wochen her, aber er meinte, er wäre schon so darüber hinweg, dass er ihr alles Gute für die Zukunft wünscht. Er "beschwerte" sich ein wenig, weil keine seiner Exfreundinnen verstand, dass er ein Arbeitstier sei, dass er keine Freundin suche, sondern eine Weg- und Lebensgefährtin, mit der er sich alles aufbauen wolle, um nach ganz oben zu kommen. Seine Exfreundinnen waren angeblich eher unterwürfige Anhängsel, die von seinem Geld profitierten.
Er:"Und Sabrina, was läuft's bei dir so mit den Kerlen?"
Ich:"Puhh, nicht viel. Ich habe gemerkt, dass ich nicht wirklich der Beziehungstyp bin. Ich will mich eher auf mein Studium konzentrieren und meinen Spaß haben."
Er:"Klingt nach einem guten Plan. Es ist so erfrischend, mal so was zu hören. Ich treffe immer nur Mädels, die mir dann nach einer Woche "Ich liebe dich" sage und wenn ich frage:"Was liebst du denn?" heißt es immer ganz vage "Ja, deine Art.""
Ich:"Oh, mit dem klassischen "Du bist anders"?"
Er:"Ja genau. Du bist selbstbewusst geworden, Sabrina, das gefällt mir."
Ich:"Ich war schon damals selbstbewusst, ich habe es nur nicht gezeigt. Du kanntest mich nur nicht."
Er:"Hübsch hab ich dich schon immer gefunden." und strich mir durch die Haare.
Ich - wenig kreativ-:"Süß."
Er:"Ich war damals echt ein Spast. Aber ich bin ein komplett anderer Mensch jetzt. Ich war ganz oben und bin dann tief gefallen. Das verändert einen extrem."
Mag sein, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob es auf ihn so zutrifft, aber egal.
Wir redeten immer weiter und ich gab des Öfteren Kontra, worauf er immer wieder meinte wie selbstbewusst ich geworden wäre und ich es auf den Alkohol schob.
Da Ina und Vroni schon bestimmt eine halbe Stunde in der Kälte draußen warteten, versuchte ich mich langsam zu verabschieden, auch wenn ich gerne noch mit ihm weitergeredet hätte.
Er:"Gib mir mal deine Nummer."
Ich:"Das heißt übrigens bitte."
Er lachte und meinte was davon, wie erfrischend es wäre, mit einem Mädchen zu reden, das sich ihm nicht unterwirft.
Ich weiß nicht, ob er übertreibt was das angeht..seine letzte Freundin war glaub ich noch minderjährig, also kann es schon sein, aber vielleicht poliert er auch nur sein Ego durch solche Aussagen.
Ich gab ihm meine Nummer und er fragte mich, ob ich Asiatisch mochte. Ich antwortete mit ja, schloss aber zugleich Sushi aus. Er redete was von dem besten asiatischen Restaurant und fragte, wann ich Zeit hatte. Ich sagte, erst nach meinem Prüfungen ab dem 18. Er meinte er sei da in Barcelona.
Ich:"Tja, dann musst du wohl Barcelona absagen."
Er lachte und sagte:"Ja genau, ich sag einfach: Sorry, ich kann nicht kommen, ich hab ein Date mit einer ehemaligen Schulkameradin."
Bei dem Wort "Date" zuckte ich kurz zusammen, rieß mich dann aber wieder am Riemen.
Er versuchte mich zu überreden, mir wenigstens für einen Drink oder Eistee mit ihm Zeit zu nehmen, aber ich lehnte ab. Karriere geht vor. :P
Wir verabschiedeten uns, ich holte meine Jacke. Als ich in Richtung Ausgang erneut an ihm vorbei ging, umarmte er mich erneut und meinte was von einer Drei-Tages-Regel, weil ich ja keinen Kerlen schreibe.
Ich glaube nicht daran, dass er sich überhaupt meldet, weil der pure Alkohol aus ihm gesprochen hat. Und auch wenn es mich reizen würde, wäre es eine dermaßen schlechte Idee, weil er mit allen Leuten aus der Schule involviert ist, die ich nicht ausstehen kann. Und ich weiß einfach, wie diese Leute tratschen und auf diese Art von Drama kann ich getrost verzichten. Aber es war ein sehr nettes Gespräch und es war cool, ihn mal wiederzusehen.
Ich wollte schon fast rausgehen, als ich Max schräg gegenüber entdeckte.
Er:"Ich hab dir ja mal den geilsten Kerl überhaupt besorgt!" (er meinte Emre, mit dem ich rumgeknutscht hatte).
Ich:"Ja, vielen Dank dafür!"
Er sah in Richtung Sean:"Der ist nicht so cool."
Ich:"Wieso nicht? Den kenn ich noch aus der Schule."
Er:"Keine Ahnung, nur so ein Gefühl."
Wir redeten noch kurz darüber wie gut dieser Typ, Emre hieß er übrigens aussah, wie nett er war (alles seine Worte) und dass gar kein Mädel für ihn dabei war.
Dann meinte ich, dass ich langsam wirklich mal zu Ina und Vroni müsse, weil die beiden schon eine Ewigkeit auf mich warten. Max blieb bei den Leuten, die er neu kennengelernt hatte und ich dachte, er hatte den ganzen Abend lang voll viel Spaß, aber am nächsten Tag schrieb er mir, dass dieser Club ihn depressiv mache. Ich muss nochmal persönlich mit ihm darüber reden, was genau er damit meint.
Ich ging raus, Ina und Vroni standen mit einem Mädchen und einem Typen da, die ich nicht kannte. Vroni stellte sie mir kurz als Susanne vor, mit der sie studierte. Wir redeten ein bisschen, dann liefen die beiden vor, weil sie den Zug noch erwischen musste. Auf der Rolltreppe zur U-Bahn spielte Vroni eine Sprachnachricht von Susanne laut ab, in der der Typ, Moritz, meinte, er fände mich süß und ob Vroni ihm meine Nummer geben könne. Ich war mittlerweile sehr müde - und betrunken - und dachte mir "was soll's" und meinte zu Vroni:"Mach doch. Aber sag ihm, er soll sich keine Hoffnungen machen."
Mittlerweile denk ich mir: Was zur Hölle hat mich denn da geritten? Ich will absolut gar nichts von dem und dieses komische Geplänkel beim Schreiben ist leicht nervig. Naja, ich bin selbst Schuld, also muss ich da durch.
Wir nahmen die U-Bahn und fuhren zu mir.
Wir waren gegen halb sieben im Bett, aber mir war so kalt, dass ich erst einschlief, als der Himmel über der Stadt schon wieder hell wurde. Ich war tatsächlich froh, dass ich die erste Nacht in meiner Wohnung nicht alleine dort verbrachte. Geträumt habe ich nichts, zumindest nichts, an das ich mich erinnern könnte.
Ich wachte etappenweise wieder auf, gegen zwölf war es aber endgültig. Als ich wach wurde, musste ich erst Mal lachen, weil mir Vroni vorm Einschlafen erzählt hatte, dass Emre anscheinend ein Kanacke wäre und ich das überhaupt nicht bemerkt hatte. Er hat mir ein sehr verstörendes Bild geschickt.
Dieser Moritz hat mir auch geschrieben, aber wie gesagt ist es sinnloses Blabla.
Mit Eric schreib ich seit Weihnachten tatsächlich auch durchgehend, aber bei ihm ist es wenigstens interessant.
Ich hatte definitiv noch Restalkohol als ich nach unten zu Ina und Vroni ging, weil ich lachend und hyperaktiv die vorherige Nacht reflecktierte. Wir widmeten das Lied "Thank u, next" Ina, weil sie mit drei Typen rumgemacht hatte - Queen. Vroni hatte was mit einem süßen Österreicher, den sie allerdings überhaupt nicht süß findet. :D
Wir aßen Chips und alles was sonst noch so übrig war zum "Frühstück", hörten Musik und hatten eine gute Zeit. Dann räumten wir irgendwann auf, machten Vronis Auto wieder voll und holten Lene ab, weil wir alle zusammen in eine Therme gefahren sind.
In der Therme war es wirklich schön, wir hatten sehr viel Spaß und ich liebe meine Freunde einfach so sehr! Dank des Schlafmangels bin ich auch erst mal in der Entspannungsgrotte (laut Lene schnarchend) eingeschlafen. :D Als sich der Abend dem Ende neigte lagen wir alle nur halb wach und dümpelnd im Wassser, aber es war so entspannend.
Dann sind wir heimgefahren.
Heute war ich mit Felix im Kino, weil ich noch Gutscheine hatte, die ich unbedingt noch heute aufbrauchen musste. Es war sehr schön auch mal wieder was mit ihm zu machen und ich habe das Gefühl, dass er jetzt nicht mehr so komisch ist, nachdem ich ihn mal knallhart darauf angesprochen hab. :D
Morgen ist ja Silvester und ich schreibe immer 50 Dinge auf, die ich dieses Jahr gelernt habe. Mittlerweile bin ich am Überlegen, ob ich auch 50 Dinge aufschreiben soll, auf die ich stolz bin und 50 Dinge, die ich mir nächstes Jahr erarbeiten will. Naja, mal schauen, wieviel Zeit ich noch dazu finde, aber ich will auf jeden Fall nochmal bloggen, bevor das neue Jahr anbricht. Bis dahin :*

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Samstag, 29. Dezember 2018
Ocean blue eyes
Ocean blue eyes looking in mine.


- T.S. ~ Gorgeous

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