Sonntag, 13. August 2017
If you set me off, I can be outspoken
Ich habe in letzter Zeit sehr viel Stoff zum Nachdenken.
Wie töricht, dass wir in den dunkelsten Momenten zu den klügsten Erkenntnissen kommen.
Es ist etwas passiert, womit ich nie gerechnet hätte. Irgendwo kann ich es nachvollziehen, aber andererseits bin ich auch so frustriert und wütend, wenn ich darüber nachdenke. Ich weiß, dass das Leben keine Endlosschleife ist, aber wie oft habe ich es mir schon gewünscht. Nie für mich selbst, nur für meine Liebsten. Und auch wenn es offiziell biologisch gesehen nicht mein Blut war, war er es im Herzen. Manchmal kann ich es immer noch nicht fassen. Wahrscheinlich wäre es dringend nötig, dass ich mit jemandem darüber rede, anstatt wieder alles in mich reinzufressen und zuzusehen, wie es mich teilweise innerlich auffrisst. Aber ich wüsste nicht wie. Bis jetzt wissen nur drei Leute davon. Nicht weil ich es sonst keinem erzählen will, ich weiß nur nicht wie. Es ist nichts, was man nebenbei erzählt. Ich frage mich sowieso, ob irgendjemand irgendwann mal die ganze Wahrheit erfahren wird. Wenn ich so weiter mache, wir es wahrscheinlich irgendwann einfach aus mir herausbrechen.
In Momenten wie diesen erkennt man auch, wie unwichtig alles andere ist. Es ist scheiß egal, was er tut, er ist nicht meine Familie.
Es ist nicht einfach, aber ich schätze, es wird nie einfach sein.
In solchen Situationen frage ich mich auch immer, ob ich überhaupt dazu in der Lage bin eine Beziehung zu führen. Ich werde nie jemanden über mein Blut stellen und tun Menschen das nicht, wenn sie heiraten? Ich denke nicht, dass ich dazu in der Lage wäre.
Es ist ziemlich viel passiert.
Ich hab den Kontakt mit einer Bekannten abgebrochen, weil sie mich wirklich mit Anrufen und kranken Sachen so terrorisiert hat, dass es mich im Endeffekt nur noch belastet hat. Vor allem als ich rausgefunden habe, dass sie uns die ganze Zeit angelogen hat, was ihren Gehirntumor und ihre Fehlgeburt betrifft. Das sind wirklich keine Sachen mit denen man Witze macht, es gibt so viele Leute, die darunter leiden. Ihr Verhalten war in den letzten Wochen einfach nur respektlos und anstrengend und ich fühle mich besser, seit ich ihr gesagt habe, dass ich keinen Kontakt mehr möchte, auch wenn es hart klingt.
Gestern war ich mit Naomi feiern. Es war wirklich schön und sie hat mir einige Sachen gesagt, die mich sehr zum Nachdenken gebracht haben. Sie meinte, dass ich mich selbst unterschätzen, unter dem Wert verkaufen würde, obwohl ich so viele Facetten hätte, von denen die wenigsten wissen. Und dass er das nicht genug sieht.
Möglich. Vielleicht sollte ich es nicht anzweifeln, wenn er sagt, dass er mich über alles liebt. Aber alles ist ganz schön viel.
Sie meinte auch, dass ich wirklich an mir arbeiten muss, was das Verdrängen und alles mit mir selbst auszumachen angeht. Wie recht sie nur hat. Ich dachte eigentlich, dass es besser geworden ist, aber in den letzten Monaten war ich eher wieder introvertiert und nachdenklich. Ich habe erst vor drei Wochen gesehen, dass es tödlich sein kann, alles mit sich selbst auszumachen und mit niemandem über belastende Dinge zu reden. Aber es fällt mir einfach so schwer. Bei Naomi ist das was anderes, weil sie immer mit genauen und ungewöhnlichen Fragen nachbohrt und dadurch irgendwie meine Mauern einreißt. Aber wieviele von solchen Menschen gibt es schon?
Was mich auch sehr zum Nachdenken angeregt hat, war ihre Aussage, dass die heutige Generation Menschen viel zu sehr aufgibt, anstatt an den Problemen zu arbeiten und eine Lösung zu finden. Zu dieser Art von Menschen gehör ich definitiv. Ich gebe Menschen sehr schnell auf. Die wenigsten kriegen eine zweite Chance, weil ich einfach schon zu viele schlechte Erfahrungen damit gemacht habe. Aber ist es sinnvoll solche krassen Konsequenzen aus seinen Fehlern zu ziehen? Ist es noch verhältnismäßig? Wahrscheinlich weniger. Aber würde ich es riskieren wieder so verletzt zu werden? Wahrscheinlich nicht.
Anna hat so ziemlich den Kontakt zu uns allen abgebrochen. Warum wissen wir nicht. Sie lässt niemanden mehr an sich ran und hat auch echt ein paar Scheißaktionen gebracht. Das Ding ist, vor ein paar Jahren hätte mich das härter getroffen. Ich will nicht sagen, dass es mich kalt gelassen hat. Aber es hätte mich härter treffen können. Bin ich kalt geworden? Zu rational? Oder ist es nur ein weiterer Schutzmechanismus und da drunter bin ich immer noch dieselbe Verletzliche?
Naomi hat auch gesagt, dass ich sehr sensibel bin. Das hat schon lange niemand mehr über mich gesagt. Ich höre eher Sachen wie "temperamentvoll" oder "stur". Aber sie hat Recht. Unter einer dicken Mauer aus zynischen Sprüchen bin ich tatsächlich sensibel. Und auch wenn ich diese Seite öfter an mir sehe, ist sie mir nie so bewusst.
Nach dem Club gestern saßen wir noch über eine Stunde auf einer Treppe in einer Seitenstraße und haben geredet. Und ich habe Dinge gesagt, die ich sonst niemandem sage, nur weil sie die Fragen stellt, die keiner fragt. Ich hatte auch echt einige Momente, in denen ich heulen hätte können und ich weiß nicht wieso. Alkohol? Erleichterung, weil ich über Dinge rede, die sonst nur in meinem Kopf rumspuken? Angst vor der Ungewissheit? Alles zusammen?
Ich bin kein Mensch, der bedingungslos liebt. Außerhalb meiner Familie. Ich hab meine Bedingungen. Aber für mich sind das Dinge, die selbstverständlich sein sollten. Aber liest man nicht immer von bedingungsloser Liebe? Ist das überhaupt klug jemanden bedingungslos zu lieben?
Ich habe mit ihm über Dinge gesprochen, die mich seit über einem Dreivierteljahr belasten. Ich war die ganze Zeit hin- und hergerissen, ob ich es ihm überhaupt sagen sollte. Er muss seine eigenen Entscheidungen treffen, wir haben von Anfang an ausgemacht, dass wir uns gegenseitig nicht einschränken. Aber am Schluss konnte ich nicht mehr. Und erst, als ich bei diesem Gespräch nicht aufhören konnte zu weinen, habe ich bemerkt wie sehr es mich die ganze Zeit belastet hat und wie ich wieder alles in mich reingefressen hab. Ich konnte keinen Kompromiss schließen, er konnte mir nichts versprechen. Ich werde abwarten und sehen was kommt. Denn Mädels finden meistens mehr raus als sie wissen wollen und oft sogar ohne Stalkerintention. Ich werde ihm nicht hinterherspionieren, ich hab mein eigenes Leben und vertraue auf Karma. Aber falls mir derartiges zu Ohren kommen sollte, siehts nicht gut aus. Vielleicht bin ich auch einfach zu misstrauisch.
In letzter Zeit sind auch die Alpträume wieder schlimmer geworden.
Vielleicht mach ich mir auch einfach nur über alles viel zu viele Gedanken.
Ich werde ja sehen, was die Zukunft bringt.

... link (1 Kommentar)   ... comment


Montag, 3. April 2017
How does a moment last forever
Letzten Freitag gab es irgendwie einen kleinen Wendepunkt.
Während ich die letzten Wochen sehr nachdenklich war und viel in Frage gestellt hab, war ich letzten Freitag das komplette Gegenteil.
Ich denke, er hat gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Bzw. dass ich sehr viel nachdachte und emotional ziemlich dicht gemacht hab. Vielleicht kam der Wendepunkt deshalb. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich alles so hinnehme, nur weil ich momentan etwas weniger nachdenke. Nein, es ist immer da, mal weiter vorne, mal weiter hinten in meinem Kopf.
Wir waren im Kino, was eigentlich ganz schön war und der Film war auch nicht schlecht. Allerdings ging es ziemlich viel um Liebe und als die Hauptfiguren sich entschlossen zusammenzuziehen, dachte ich mir schon, das wir dieses Thema noch nicht ganz abgeschlossen hatten.
Er hat mich vor ein paar Wochen gefragt, was ich davon halte, wenn wir uns zusammen eine Wohnung suchen. Er hat es schon mehrmals so beiläufig vorgeschlagen, aber ich hab es nie ernst genommen. Ich hab ihm nein gesagt. Es gibt wahrscheinlich so viele Frauen auf der Welt, die sich solche Worte von ihrem Freund wünschen, aber anscheinend bin ich nicht so eine. Ich kann es mir momentan nicht leisten, studieren - vor allem in einer eleganten und teuren Stadt wie dieser - ist wirklich teuer.
Wir waren bei meinem Lieblingsitaliener essen, saßen in einer kleinen romantischen Nische. Er nahm griff nach meiner Hand die auf dem Tisch lag, spielte mit meinen Fingern und das Kerzenlicht leuchtete hoffnungsvoll in seinen Augen. In meinem Kopf schwirrte die ganze Zeit Céline Dion mit "How does a Moment last forever" rum, als er fragte, ob ich mir sicher bin, dass ich nicht mit ihm zusammen ziehen will und meinte, dass er den Großteil übernehmen würde. Nein. Nein, nein, nein. Irgendwas in mir widerstrebt sich gegen so etwas. Ich werde mich niemals von einem Mann finanziell abhängig machen, egal welche guten Absichten dahinter stecken mögen. Wir sind im 21. Jahrhundert, falls ich jemals mit jemandem zusammenziehen sollte, will ich Hälfte Hälfte machen.
Ich sagte ihm, dass ich möchte, dass es ausgeglichen ist und er erwiderte, ich sollte mir die Paare um mich herum anschauen, bei wem ist es schon ausgeglichen. Das traurige war: Er hatte Recht. Wenn ich mir die Paare in meinem Freundeskreis anschaue, lassen sich die Frauen nur zu gerne von einem Mann aushalten. Gut, in unserem Alter ist es noch nicht so leicht, viel Geld zu verdienen, um sich alles finanzieren zu können, aber wo ist das Streben nach Selbstständigkeit geblieben?
Die wahrscheinlich tollste Frau der Welt sagte mir vor ein paar Tagen, als ich sie fragte, ob sie einen großen Junggesellenenabschied hatte:"Nein. Ich musste nichts verabschieden. Ich hab meine Freiheit behalten."
Genau das will ich. Ich will nicht mit meinem Partner zu einem Klumpen verschmelzen, nach dem Motto: Wir gehen überall zu zweit hin, uns gibt es nur im Doppelpack. Ich bin ein eigenständiger Mensch, viel zu jung um mit jemandem zusammenzuziehen, ich hab noch mein ganzes Leben vor mir.
Außerdem weiß ich auch von Freundinnen, die schon ausgezogen sind, dass sie zurückblickend gerne noch ein paar Jahre zu Hause genossen hätten.
Er meinte dann, er versteht mich und meinen Standpunkt, aber so oft wie die Frage in letzter Zeit kam, denke ich nicht, dass er locker lassen wird. Aber ich war schon immer stur, wenn ich mir bei etwas sicher war. Ist wohl mein Aszendent.
Ich bin gespannt wie es weiter geht.
Momentan sieht meine Freizeit nicht besonders spannend aus, weil ich so gut wie jeden Tag in der Bibliothek verbringe und an meinen Hausarbeiten schreibe. Es könnte aber schlimmer sein. Das Studium macht mir nach wie vor Spaß und nach jeder schlimmen Nachricht, bin ich erneut dazu bereit. diese fünf oder sechs Jahre auf mich zu nehmen, wenn ich damit später irgendwann vielleicht mal irgendjemandem helfen kann. Und wenn es nur ein einziger Mensch ist, hat es sich gelohnt,

... link (3 Kommentare)   ... comment


Montag, 13. März 2017
Les constances
Même les constances les plus constantes ne sonst pas constant pour toujours.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 31. Januar 2017
They think I'm crazy but they don't know the feeling
Warum bin ich immer noch überrascht, wenn ich mal wieder keuchend und angsterfüllt von einem Alptraum aufwache? Gewöhnt man sich irgendwann daran? Zwei Alpträume in einer Nacht hatte ich lange nicht mehr. Wobei der erste schlimmer war als der zweite, da es nicht um mein Wohl ging.
Er riss unerwartet die Beifahrertür auf. Nachdem was Medien berichten hatte ich mir einen großen dunkeln Mann vorgestellt. Der Junge, der sich ohne mich anzublicken in das Auto beugte war blond und kaum zwölf Jahre alt. Aber er hatte die gefährliche Aura eines ausgewachsenen und trainierten Monsters, den man einer Gehirnwäsche unterzogen hatte. Der Lauf seiner Waffe zeigte auf mich, er war allerdings sehr beschäftigt nebenbei mit seinem Handy auf einer arabisch klingenden Sprache telefonieren. Meine Chancen waren nicht sehr zahlreich. Mein Pfefferspray befand sich in meiner Tasche auf der Rückbank - ein unmöglicher Weg, wenn der Lauf eines Gewehrs auf einen zeigt. Da er so beschäftigt war, hätte ich den Lauf der Waffe nehmen können und mich so aus der Schusslinie befördern können. Das Problem war, es war egal ob ich starb. Wenn mich eine Kugel treffen würde, wäre es egal, weil ein Großteil wofür es sich zu sterben lohnt auf dem Beifahrersitz saß. Ich wusste, dass er nicht aufhören würde. Das wichtigste war die Person auf dem Beifahrersitz in Sicherheit zu bringen und wie sollte ich sie beschützen, wenn ich tot war? Die einzige Möglichkeit war ihn zu vernichten und ihm für den Anfang den Lauf der Pistole aus der Hand zu reißen. Dazu kam ich allerdings nicht mehr, weil ich mit rasendem Herzen aufwachte. Mein Gehirn suchte weitere Möglichkeiten, gut aus der Situation rauszukommen, aber es gab nur wenige. Ich weiß noch wie es war, ohne Angst auf die Straße gehen zu können, ohne Angst vor irgendwelchen Männern. Es ist in der Tat traurig, wie weit wir mittlerweile schon sind. Der heutige Tag hat wieder gezeigt, dass man nirgends sicher ist. Aber genau deswegen, genau wegen diesen Arschlöchern tue ich das was ich tue. Selbst wenn ich schlussendlich nur dazu beitragen kann, dass eine Person eingesperrt wird, sind das die fünf oder sechs Jahre wert. Wenn ich dazu beitragen kann, dass die Gesellschaft von einem weiteren Monster verschont wird, werde ich das tun. Denn ist das nicht das was wir tun sollten? Eine bessere Welt für unsere Kinder zu hinterlassen? Gute, wohlerzogene, bessere Kinder für unsere Welt zu hinterlassen?
Der zweite Traum kam überraschend und war eine Mischung aus Romeo und Julia und ein Sommernachtstraum. Es waren so viele Personen in diesem Traum, die ich kannte. Ich dachte ich wäre Julia und er wäre Romeo. Aber als ich ihn mit der anderen sah, in Kleidern gemäß der Zeit des Stückes, unter blauem Himmel, merkte ich, dass ich die ganze Zeit Helena war. Demetrius hatte bekommen, was er wollte, Hermia. Vielleicht war sie auch Rosalinda und spielte nicht die Nebenrolle. Vielleicht war auch ich Rosalinda. Aber warum gab er mir dann das Gefühl, Julia zu sein?
Ich sah Julia alias mich eine Hand vor den Mund pressen. Als sie anfing zu weinen, spürte ich ihren Schmerz, ihren Verrat so sehr, dass es mir Angst mache. Wie kann man in Träumen so viel fühlen?

... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 22. Januar 2017
When you said that nothing's gonna change
Egal wie lange man jemanden kennt. Schlussendlich enttäuscht dich jeder. Es können fünfzehn Jahre Freundschaft oder nur ein paar Monate sein, die man sich kennt. Ich glaube, ich muss mich damit abfinden, dass Menschen enttäuschend sind.
Momentan läuft es eigentlich ganz gut. Es gibt nicht viel Neues.
Ich hab seit drei Monaten wieder Kontakt mit Naomi und obwohl wir uns erst zwei Mal wiedergesehen haben, telefonieren wir ziemlich oft und sie kennt so viele Dinge von mir, die viele meiner engsten Freunde nicht kennen und das nur aus dem Grund, weil sie nachfragt. Wirklich. Es gibt keinen anderen Grund. Vor meinen Freunden ist mir nichts zu privat und auch wenn wir so oft unterschiedlicher Meinung sind, sie versteht mich, weil sie meine Gründe dafür kennt. Ich fühle mich so oft missverstanden, weil die wenigsten mich wirklich kennen und es fühlt sich einfach nur gut an, mit jemandem zu reden, der so verständnisvoll und ehrlich ist.
Sie hat gleich große Hoffnungen im Bezug auf unsere Freundschaft geäußert aber ich bin trotzdem vorsichtig, weil ich weiß wie sie ist, wenn sie in einer Beziehung ist. Ich lass es auf mich zukommen, aber momentan gibt es in meinem Freundeskreis niemanden, mit dem ich so auf einer Wellenlänge bin. Kann natürlich sein, dass es schnell, kurz und intensiv ist und wir dann wieder den Kontakt verlieren, aber mal schauen.
In letzter Zeit wurden Gründe geäußert, warum Chris nach Griechenland so abweisend war. Macy meinte, er steht/ stand auf mich. Was ziemlich unerwartet für mich kam. Klar, wir waren sehr vertraut und alles aber ich hab da nie mehr als Freundschaft gesehen und mut Flo hat er sich auch immer gut verstanden. Ich war letztens bei ihm und es war alles wie sonst. Ich glaube nicht dass da irgendwas dran ist.
Bei Anna und mir herrscht momentan Funkstille. Nicht wegen Streit oder so. Sie ist momentan sehr distanziert und meldet sich gar nicht mehr, weil sie sehr auf Max fixiert ist. Es ist enttäuschend aber was soll ich machen. Hinterher rennen nach dem wie sie mich behandelt hat, werde ich ihr ganz sicher nicht.
Sie hat mir an Silvester einen Todesblick geschenkt nur weil ich Max' Mütze anhatte. Ich mein geht's noch. Es ist nur eine Mütze und mir war totaö kalt, er hat sie mir von sich aus angeboten. Als ob ich ihr Max irgendeine wegschnappen würde. Obwohl es dann ganz lustig war, als sie Max danach dad Sakko abgeknöpft hat und den ganzen Abend lang demonstrativ getragen hat. Macy hat übrigens auch einen Todesblick bekommen, nur weil sie mit Max zur Sbahn gelaufen ist.
Die letzten Tage haben mir gezeigt, dass räumliche Distanz einer Freundschaft sehr wohl schaden kann. Es ist absolut nicht gesund und ich hoffe man kann das ab März wieder kitten. Eine sprachnachricht alle drei Tage ist echt keine Basis für eine Freundschaft, egal wie lange diese schon besteht. Noch dazu wenn ich wahrscheinlich eine der wenigen bin, die sich noch meldet. Ich hab keine falschen Versprechungen gemacht,darüber dass ich sie besuchen würde, einfach weil der Flug zu teuer ist. Aber ich weiß von so vielen, die behauptet haben, sie würden sie besuchen kommen und niemand hat das meines Wissens nach durchgezogen. Einfach weil das Leven weitergeht. Ich frag mich ob sich überhaupt irgendjemand von den Leuten noch regelmäßig meldet. Ich fühl mich leicht schlecht behandelt, wenn ich dann auf diese Art und Weise KontaKt halte. So geht man doch nicht mit seinen Freunden um. Klar, sie mag vielleicht nicht ständig Zeit haben, allerdings finde ich, dass man sich mal zwei Minuten Zeit nehmen kann um eine sprachnachricht anzuhören und dann zwei Minuten darauf zu antworten. Ist doch echt nicht zu viel verlangt. Noch dazu wenn ich eigentlich immer noch am selben Tag antworte und dann drei Tage warte, keinen Plan mehr hab worums ging und man eh nur über oberflächliche Dinge redet.
Ich glaub auch im Bezug auf meine Familie verstehen mich viele noch nicht. Was Familie angeht, bin ich im Herzen ein kleiner Italiener: Familie ist alles, Familie kommt vor allem und Famulue wird allem beschützt. Wenn sich jemand nicht daran hält,werde ich zum Monster. Und ich versteh nicht, wie meine älteste Freundin nicht verstehen kann, warum ich Ärzte nicht als Helden mit blütenreiner Weste und nur guten Absichten sehen kann, wenn es bereits einen Todesfall in meiner Familie wegen einem Arztfehler gab und erst letzten September einen in meinem engsten Freundeskreis. Ärzte sind keine heiligen und meine Psychologielehrerin hat uns damals in der Schule den Prozess der Entfremdung erklärt, den auch Ärzte durchlaufen. Klar können sie Menschen vielleicht irgendwann nicht mehr als Menschen ansehen, weil sie sich psychisch davon abkapseln müsssen, um auch schwere Diagnosen mitzuteilen. Aber trotzdem kann ich erwarten, dass ein Arzt alles in seiner Macht stehende tut , um zu helfen und diese Erfahrung hab ich und viele die ich kenne, lange nicht mehr gemacht.
Vielleicht erwarte ich auch zu viel Empathie von Menschen, aber ich hab nunmal hohe Erwartungen an die, die in meinem Leben sein wollen, weil es sonst einfach nur verletzend und enttäuschend ist.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 27. Dezember 2016
The permanent damage you did to me
Ich weiß nicht was mit mir los ist aber momentan bin ich ein Mensch den ich nicht mag bzw nicht so mag wie den Menschen der ich eigentlich bin. Wieso zweifel ich so sehr an allem. Ich weiß dass ich kompliziert bin und meine Dämonen nicht besonders gut im Griff habe. Aber das hatte ich davor auch nicht. Felix meint es ist weil ich noch nie auf diese Weise vertrauen musste, was gut möglich ist. Es wurde mir schon öfter gesagt, dass ich ein Rätsel bin und das hat mir nie was ausgemacht, im Gegenteil. Aber wird es jemals jemanden geben der dieses Rätsel löst? Wenn nicht mal ich selbst es lösen kann. Andererseits denkt ein anderer Teil von mir dass ich nicht gelöst werden muss weil man mich nicht retten kann und das vollkommen okay ist.
Man glaubt gar nicht wie sehr Menschen einen mental abfucken können. Und wie sehr es einen auch Jahre später noch verfolgt. Hätte ich gewisse Dinge vorher gewusst, würde ich zu meinem siebenjährigen Ich zurückgehen und ihr sagn sie soll sich von diesen Weibern fern halten. Sie bringen nur Ärger und fucken dich ab.
Aber andererseits macht mich das ja auch zu dem Menschen der ich heute bin. Kann man positiv oder negativ sehen, aber ich muss ja damit leben.
Ich hab mich selbst eigentlich schon vor eineinhalb Jahren gefunden aber vielleicht bin ich momentan wieder auf der Suche nach mir selbst.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Montag, 24. Oktober 2016
Fear her
She has been through hell, so believe me: Fear her when she looks into a fire and smiles. - e. corona

... link (0 Kommentare)   ... comment


His wildest dreams


https://www.youtube.com/watch?v=FtRIsvGks4I

I watched his wildest dreams come true, not one of them involving you.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 16. Oktober 2016
Ghosts from your past gonna jump out at me
So schlecht geschlafen wie letzte Nacht hab ich schon lange nicht mehr. Der Abend war alles andere als schön und ich verstehe diese Art von Mädchen nicht.
Es ist ohnehin schon alles andere als einfach, eine Vergangenheit wie die seine zu akzeptieren. Zumindest für Menschen wie mich. Durchlebt erstmal die Dinge, die ich durchlebt habe und urteilt dann darüber, ob diese Akzeptanz schwer ist.
Es ist in der Tat schwerer, wenn einem Dinge dieser Vergangenheit schonungs- und erbarmungslos von zu hässlichen Fratzen verzogenen Lipgloss-Mündern unter die Nase gerieben werden. Noch dazu wenn eine wichtige Person aus dieser Vergangenheit dir gegenüber auf der Couch sitzt und dich mit blauen Augen und schiefen Augenbrauen abschätzend mustert und verurteilt. Von Reife haben diese Mädels anscheinend noch nie gehört oder seit wann gehört flüsternd und kichernd auf der Couch zu sitzen in das Leben eines Volljährigen.
Natürlich haben die beiden geredet. Warum sollten sie es nicht tun. Sie waren gut befreundet bevor das alles passiert ist. Aber dank meiner Dämonen rechnete ich jeden Moment damit sie beim knutschen zu erwischen. Obwohl es keinen Grund für diese Zweifel gab. Und dennoch konnte ich nichts dagegen tun. Ich werde ihm niemals irgendetwas verbieten. Aber wenn er mich nach meiner Meinung dazu fragt, werde ich sie ihm offen und ehrlich sagen. Vielleicht bedeuten mir Menschen zu viel.
Ich weiß nicht, wo mein Panzer geblieben ist. Abe sagte mir an diesem Abend, dass Juristen nur eiskalte Roboter wären und Gott, in diesem Moment wünschte ich mir so sehr ich wäre es. Die Giftstacheln die diese Mädchen an diesem Abend abfeuerten, brannten in der Gegend, in der ich mein Herz vermute. Was absolut bescheuert klingt, aber genau so fühlte es sich an. Brennender Schmerz ist der schlimmste. Und ich hab ihn schon viel zu oft gefühlt.
Anfangs war es eigentlich ganz nett. Ich weiß nicht, ob das alles ein Plan von Jojo war. Gut möglich. Mein Gefühl sagte mir von Anfang an, dass sie hinterfotzig ist. Aber dass ich demnächst unter ihren Beschuss geraten würde, hätte ich nicht gedacht. Es macht sie glücklich, im Mittelpunkt zu stehen, sich respektlos zu verhalten und scheinheilig Gift zu versprühen.
Früher standen meine Mauern wie eine eins, aber in letzter Zeit bin ich viel zu emotional.
Die Giftstacheln waren vorhersehbar gewesen, aber ich dachte nicht, dass sie mich auf diese Art und Weise treffen. Es führte mal wieder zu Zweifel. Ich zweifel viel zu oft und auch wenn Ina sagt, dass ich jeden Grund hab zu zweifeln, nervt es mich. Es ist nicht gesund, über alles zu viel nachzudenken. Es kann zerstörerisch wirken, das habe ich selbst schon miterlebt. Und trotzdem kann ich es nicht verhindern.
Irgendwann sollte mal Schluss sein mit Vertrauensproblemen und Zweifel. Aber es scheint, als würde es bei mir kein Ende geben.
Er kann nicht immer dein Romeo sein, selbst wenn du ihn in dem Moment als diesen brauchst. Und niemand kann dich retten, außer du selbst. Wieso also saß ich gestern auf dem Stuhl und flüsterte stumm rette mich als er mich küsste? Er tat es nicht. Weil er es nicht konnte. Ich hab mich damit abgefunden, dass nicht mal ich mich retten kann. Aber dieser Situation wäre ich gerne entflohen. Ich hatte das Bedürfnis, raus auf die dunkle Straße zu gehen, mich irgendwo hinzukauern und einfach zu weinen. Es war zu viel an diesem Abend. Ich konnte es nicht mal mehr verstecken. Ich war nicht mal mehr dazu in der Lage gefakte Lächeln aufzusetzen und das muss wirklich was heißen. Glücklicherweise konnte ich meine glasigen Augen und meine Unproduktivität auf meine Erkältung schieben. Sonst wäre es um einiges schwerer gewesen. Irgendwann - viel zu spät - hat Flo auch gemerkt, dass es keinen Sinn mehr hat und so verabschiedeten wir uns von den anderen und gingen Hand in Hand nach Hause. Ich zog meine Kapuze auf, schaute auf den Boden und weinte lautlos, ohne dass er etwas davon merkte. Ich wollte nicht, dass er es merkte, denn dann hätte ich ihm erklären müssen wieso ich weinte und das konnte ich nicht. Weil es keinen Grund zum Zweifeln gibt. Eigentlich. Und so sagte ich relativ wenig auf dem Weg nach Hause und wusste, dass mir eine unschöne Nacht bevorstand. Er hat sich zwar echt lieb und mich gekümmert und er hat auch gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Aber ich habe es auf meine Erkältung und meine Müdigkeit geschoben.
Als wir später im Bett lagen, weinte ich fast die ganze Nacht. Ohne dass er es mitbekam. Er hat zwar gemerkt, dass ich ab und zu schniefte, aber wie gesagt, meine Erkältung war in diesem Fall echt praktisch. Als er einmal kurz im Bad war, brannte es so sehr, dass ich mich anstrengen musste, mich zu beruhigen. Er hat auch ziemlich schlecht geschlafen. Ab und zu murmelte er mitten in der Nacht "Ist alles okay Süße?" und natürlich antwortete ich mit ja. Was hätte ich sonst tun sollen. Ich träumte schlecht. Aber in der Nacht davor waren die Träume noch schlimmer. Ich stand in meinem roten Kleid unter blauem Himmel und wartete auf ihn. Er sollte eigentlich kommen. Aber er kam nicht. Ein Zeichen, dass er nicht in meiner Zukunft sein wird? Oder nur meine Psyche und Ängste?
Als der Morgen kam, wurde es ein bisschen besser. Ich wurde wieder einigermaßen normal, obwohl die Geister immer noch da waren.
Tatsache: Ich möchte mit diesen Mädchen nichts zu tun haben. Sollen sie ihr Leben führen, wie sie es für richtig halten, aber ich möchte kein Teil davon sein. Das werde ich ihm aber nicht sagen, weil eines dieser Mädchen seine beste Freundin ist. Don't ask me why.
Ich werde seine Vergangenheit detailliert kennen lernen, wenn ich bereit dazu bin. Und ich entscheide wann das ist. Nicht irgendwelche Lipgloss-Fratzen.
Die Geister seiner Vergangenheit werden wahrscheinlich noch öfter auftauchen und ich kann nur hoffen, dass sie mich nicht wieder so treffen.

... link (0 Kommentare)   ... comment